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Wer schwitzt, muss viel trinken
Streitigkeiten und Chancen rund ums Wasser

Saunieren ist – wie Sport – eine schweißtreibende Angelegenheit und führt zu großem Flüssigkeitsverlust des Körpers. Experten empfehlen, nach drei Saunagängen durchschnittlich zwei Liter Flüssigkeit (Wasser, Apfelschorle, Kräutertee) zu sich zu nehmen. Häufig trinken Saunagänger jedoch nicht ausreichend, obwohl das Problem der Dehydration – wir trinken alle zu wenig! – schon seit langem in den Medien behandelt wird (heiss+kalt berichtete in Heft 1 / 2004 darüber). Pro zehn Kilogramm Körpergewicht sollte man täglich 0,3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, außerdem ausreichend wasserhaltiges Obst und Gemüse. Kaffee, Bier und Alkohol sind kontraproduktiv, dem Körper wird wieder Wasser entzogen.
„Es kommt häufig zu Kreislaufproblemen, weil nicht ausreichend getrunken wird“, stellen Badleiter und Saunabetreiber warnend fest.

Ob es auch am Preis liegt? Es gibt Saunabetriebe und Bäder, in denen Wasser in kleinen Fläschchen verkauft wird, so dass die empfohlenen zwei Liter Wasser weit über zehn Euro verschlingen würden.

Viele Gäste bringen die Wasserflasche von zu Hause mit. Glasflaschen sind verständlicherweise überall verboten, aber das Mitbringen von Getränken wird in manchen (Sauna-)Bädern selbst in Plastikflaschen nicht gern gesehen oder ist gar verboten. Konflikte sind programmiert und können in Internet-Foren wie SaunaSauna.de nachgelesen werden. Es gibt sogar Bäder, die ihren Gästen Hausverbot erteilen, wenn sie ihre Gäste mit Getränken „erwischen“, andernorts werden die Gäste höflich aufgefordert, doch die Gastronomie-Angebote zu nutzen.

Auch bei der Redaktion von heiss+kalt gingen Anfragen ein, ob ein solches Hausverbot beziehungsweise das Verbot der Getränke rechtens ist.

Kann das Mitbringen eigener Getränke in Sauna-Anlagen verboten werden?

heiss+kalt fragte Rechtsanwalt Günther Fesselmann, Vorstandsmitglied im Deutschen Wellness Verband.

Herr Fesselmann, in den Hausordnungen mancher Saunaeinrichtungen finden sich Regelungen, die das Mitbringen eigener Getränke verbieten. Sind sie rechtswirksam und vom Benutzer zu beachten?

Fesselmann:
„Das brandenburgische Oberlandesgericht (OLG) hat mit Urteil vom 25.06.2003 das Verbot, Getränke mitzubringen, für nichtig erklärt.
Bei Regelungen dieser Art handele es sich um Allgemeine Geschäftsbedingungen, die nach dem AGB-Gesetz der richterlichen Wirksamkeitskontrolle unterliegen. Im konkreten Fall sei die Klausel unwirksam, weil sie die Kunden der Einrichtung unangemessen benachteilige.
Die Rechtslage wäre nach Ansicht des OLG anders, wenn das Verbot mit dem ausdrücklichen Angebot verbunden würde, den Kunden Getränke der Einrichtung zu einem angemessenen Preis zur Verfügung zu stellen.“

heiss+kalt: Die Aussagen des OLG bezogen sich auf einen Sportstudiovertrag. Können die Entscheidungsgründe auch auf Saunabetriebe angewendet werden?

Fesselmann:
„Grundlage des Urteils vom 25.06.2003 war die Feststellung, dass „mit sportlicher Betätigung regelmäßig ein erhöhter und kurzfristig zu stillender Flüssigkeitsverlust einhergeht.“ Dieser Sachverhalt trifft auch auf Saunaeinrichtungen zu, so dass die Grundsätze des OLG-Urteils nicht nur für Sporteinrichtungen, sondern auch für Saunabetriebe Gültigkeit haben.

Klauseln in Haus- oder Benutzungsordnungen, die das Mitbringen von Getränken in die Saunaeinrichtung verbieten, sind grundsätzlich rechtswidrig und damit unzulässig.

heiss+kalt: Was raten Sie den Betreibern von Sauna-Einrichtungen und Sportstudios?

Fesselmann:
Einrichtungen, die das Mitbringen von Getränken dennoch rechtswirksam untersagen wollen, müssten die entsprechende Klausel sinngemäß wie folgt fassen:

Das Mitbringen eigener Getränke ist nicht gestattet. Wir bieten Getränke zum Selbstkostenpreis an.

Denkbar wäre auch, den kostenlosen Verzehr von Mineralwasser über den Eintrittspreis zu ermöglichen, wie es von einigen Einrichtungen bereits praktiziert wird.

heiss+kalt: Wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Wasser für alle – kostenlos

Ein Trinkbrunnen mit kostenlosem Wasser animiert die Gäste dazu, größere Mengen Wasser zu sich zu nehmen. Die Sport-und Wellnesskette „Holmes Place Health Club“ oder Bäder wie die „Caracalla-Therme“ in Baden-Baden und einige „Wonnemar-Bäder“ bieten bereits Wasser in Trinkbrunnen an. Sind die Gastronomie-Einbußen wirklich so hoch wie viele Saunabetreiber befürchten?

heiss+kalt befragte Anke Illinger vom HOLMES PLACE Health Club.

Frau Illinger, nur wenige Sportstudios geben kostenlos Wasser in Trinkbrunnen aus. In den „Holmes-Place-Studios“ gibt es gefiltertes Wasser, das auch sehr gut schmeckt.

„Ja, wir sind in dieser Beziehung wohl Vorreiter, es gibt nur wenige Sportstudios, die das tun.“

Glauben Sie, dass die Gastronomie-Einnahmen hierdurch geschmälert werden?

Illinger: „Ganz im Gegenteil, wir verkaufen zusätzlich auch Trinkflaschen, die die Gäste befüllen können. Die Mitglieder empfinden das als Zusatzleistung und kaufen dann trotzdem etwas anderes an der Bar.

heiss+kalt: die Chance steigt also, dass die Studio-Mitglieder ausreichend Wasser zu sich nehmen?“
Illinger: Gerade in Kursen hat man dann seine Trinkflasche dabei und kann diese am Trinkbrunnen auffüllen. Viele Mitglieder bestellen trotzdem zusätzlich in der Gastronomie einen Mineraldrink oder etwas mit Geschmack.

heiss+kalt: Frau Illinger, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Herr Hilzinger, Sie haben in manchen „Wonnemar-Bädern“ Trinkbrunnen. Mindert das Ihrer Ansicht nach die Gastronomie-Einnahmen?

„Nein, das sehe ich nicht, der Grundbedarf an Flüssigkeit muss erst mal ausgeglichen werden. Die Gäste gönnen sich trotzdem ihr Bierchen oder den Kaffee zwischendurch, obwohl natürlich auch nicht viel Alkohol getrunken werden sollte. Sie gönnen es sich sogar noch eher, denn wenn der Flüssigkeitsbedarf vorher gedeckt ist, werden diese Getränke auch viel besser vertragen.“
Dr. Stefan Kannewischer ist Geschäftsführer der Caracalla-Therme in Baden-Baden.

heiss+kalt: In der „Caracalla-Therme“ in Baden-Baden wird Wasser kostenlos angeboten.

Kannewischer: Ja, wir haben in der Saunalandschaft zwei freistehende Trinkbrunnen mit kaltem Leitungswasser.

heiss+kalt: Ist der Gastronomie-Umsatz dadurch geringer, oder nehmen die Gäste zusätzlich andere Angebote in Anspruch wie Kaffee, Tee oder Säfte?

Kannewischer: Wir haben nicht den Eindruck, dass uns dadurch viel Umsatz verloren geht. Wir verstehen es als eine Dienstleistung und sind der Meinung, dass unsere Gäste ohne diese Trinkbrunnen entweder eigene Flaschen mitbringen würden oder einen Schluck Wasser an den Waschtischen trinken würden. Beides wäre nicht wünschenswert.

heiss+kalt: Wird dieser Service von den Gästen honoriert?

Kannewischer: Wir bekommen eigentlich kein Lob dafür. Wenn wir es allerdings wegnehmen würden, hätten wir bestimmt eine Menge Ärger.

Wasser ist nicht gleich Wasser – Vitalisierung liegt im Trend

Schon seit langem wird über die Qualität von Mineral- und Leitungswasser diskutiert. heiss+kalt berichtete bereits in der Ausgabe 1 / 2004 darüber (die Ausgabe kann bei der Redaktion gegen Portokosten bestellt werden).

Seit einiger Zeit befassen sich Wellnessfans und Gesundheitsbewußte mit der Vitalisierung von Wasser. Denn es wurde erforscht, dass es nicht nur auf die Sauberkeit oder den Mineralstoffgehalt ankommt. Wie vieles in unserer Umwelt hat sich auch die Struktur des Wassers verändert.

Die Heilpraktikerin Hannelore Fischer-Reska beschreibt in „Die magische Kraft von Kristallsalz und Wasser“ die Forschungen von Dr. Masaru Emoto, der die Mikro-Cluster-Bildung des Wassers auch fotografisch sichtbar machte. Unbelebtes Wasser oder unter Druck gesetztes Wasser hat nach diesen Fotografien seine natürliche Kristallstruktur verloren.

Fotos: Cluster-Bildung

Die Aufnahmen zeigen Wasserkristalle in 500-facher Vergrößerung bei einer Temperatur von minus 20 C. Belebtes Wasser zeigt schöne Wasserkristalle während zerstörtes Wasser eine durch den Leitungsdruck gebrochene Kristallstruktur aufweist.

„Was kann man tun, wenn die natürlichen Möglichkeiten des Wassers durch den Verlust der Eigenbewegung außer Kraft gesetzt sind? Wenn unser Leitungswasser energetisch erheblich gestört oder gar biologisch tot ist, wie einige Wasserforscher behaupten? Inzwischen findet sich ein breites Angebot an Geräten und Techniken zur Wasseraufbereitung bzw. Wasserbelebung. Generell wird zwischen herkömmlichen Reinigungsverfahren wie Filtration, Umkehrosmose oder Destillation und den feinstofflichen Maßnahmen, die auf eine physikalische bzw. energetisierende Regeneration des Wasser setzen, unterschieden.“

Letztere zielen darauf ab, dem Wasser wieder zu einer komplexeren Clusterstruktur zu verhelfen.

Erstmals wurde nun ein Gerät für Wasservitalisierung patentiert: das aus Österreich stammende Gerät Aqua Levita der Firma Rezi ist sowohl für Privathaushalte als auch für öffentliche Einrichtungen geeignet. Drei verschiedene Formen des Magnetismus ermöglichen nach eigenen Angaben erst die Vitalisierung. Das klingt kompliziert, aber auch ganz einfach: dem Wasser werden die natürlichen Informationen des Quellwassers zurückgegeben.

Das vitalisierte Wasser enthält nicht nur Mineralien, Spurenelemente und Kristalle, die der menschliche Körper braucht, im Wasser wird auch ein „sich ständig erneuernder Energiewirbel“ erzeugt, der das „tote“ Wasser wieder lebendig macht. Wem dies zunächst suspekt erscheint, kann in einem fachlich überzeugenden Film folgende Argumente ansehen und -hören: Es werden nach Gebrauch des Gerätes Kalkablagerungen verhindert, weniger Wasch- und Reinigungsmittel oder auch Chlor benötigt, das Wasser wird auf der Hautoberflächer weicher/basischer, es wirkt leistungssteigernd für Tiere und Blumen und – last but noch least – es schmeckt einfach besser und ist bekömmlicher. Wissenschaftliche Erkenntnisse und ärztliche Gutachten haben die Patentierung möglich gemacht.

Natürlich ersetzt ein Vitalisierungs-Gerät nicht die Reinigung des Wassers und man sollte sich unbedingt vom Wasserversorger eine Wasseranalyse schicken lassen bevor man das Wasser als Trinkwasser benutzt.

Die Diskussion um Wellness und Gesundheit macht vor dem Wasser nicht halt, sie hat gerade erst angefangen. Denn Wasser ist die Grundlage allen Lebens, unser Lebenselexier.

Informationen über den Aqua Levita und DVD sind erhältlich unter office@rezi-deutschland.de.

Lesetipps:
Hannelore Fischer-Reska, Die magische Kraft von Kristallsalz & Wasser, W. Ludwig Buchverlag, 2002
Klaus Oberbeil, Lebenselexier Wasser, Naturkraft für Gesundheit, Schönheit, Fitness und Inspiration, Südwest Verlag 2003
Dr. Barbara Hendel, „Wasser vom Reinsten“, Ina-Verlag,

   
 
 
 
     
 
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