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Sauna Typen  
     

Zur klassischen finnischen Saunakabine gesellt sich heute häufig das Dampfbad und das feuchtwarme Bad.

Wenn man allerdings verschiedene Badeformen bei einem Saunabesuch vermischt, sollte man auf den eigenen Körper achten und Ratschläge befolgen.

Den neuen Artikel aus heiss+kalt 03/2005 zum Thema finden Sie HIER
 Finn. Sauna
 Dampfsauna
 Feuchtwarmes Bad
Fotos: Lago, Herne
Finnische Sauna
 

Die klassische finnische Sauna besteht aus zwei Grundelementen: dem Aufheizen und Abkühlen. Dabei ist der Wechsel zwischen beiden Reizen extrem: In der finnischen Sauna ist die Luft sehr heiß (80-100 Grad Celsius) und das Wasser zum Abkühlen entsprechend sehr kalt. Charakteristisch ist die Trockenheit der Luft, sonst ließe sich die Hitze gar nicht aushalten.

Trotz der extremen Gegensätze wird die finnische Sauna nicht nur für stählerne Charaktere empfohlen, sondern wird als entspannende Angelegenheit von Ärzten wärmstens für eine breite Zielgruppe empfohlen. Die medizinischen Auswirkungen (Kapitel "Sauna für alle?") beziehen sich daher auch auf die klassische finnische Sauna.



Dampfbad
 

Trotz ihrer uralten Tradition (schon 430 v. Chr. berichtete Herodot über die Badegewohnheiten der Skythen) führt das Dampfbad im modernen Saunabetrieb eher ein Schatten-Dasein. Dabei ist das sogenannte Dampfbad für den Körper nicht belastender als ein Saunaaufenthalt. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit beträgt die Temperatur nur 50 Grad Celsius (sonst würde der Kreislauf zu sehr belastet). Es empfiehlt sich ein Aufenthalt von 15-20 Minuten. Nach dem Schwitzen gilt das Gleiche wie für den Sauna-Aufenthalt: Abkühlen und Ausruhen.

Feuchtwarmes Bad
 

Das feuchtwarme Bad ist eine kreislaufschonende Saunavariante (analog Sanarium, Bio-Sauna ist kein korrekter Begriff). Die Temperatur beträgt zwischen 45 °C und 60 ° bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen ca. 40-60%.
Diese Saunaform wird häufig auch als Euka-Sauna (mit Eukalyptus-Aroma) oder als Kräuter-Sauna (mit Kräuter-Aromen) in Saunabädern angeboten.

Dazu schreibt die Gütegemeinschaft Saunabau e.V.

"Diese Badeform, die als feucht-warmes Baden bezeichnet wird, fördert die Gesundheit. Dazu Priv. Doz. Dr. Hans-Jürgen Winterfeld, Universitätsklinik Charité Berlin: "Die Wirkungen betreffen in erster Linie den Wärmehaushalt des Menschen. Der Wärmereiz zeigt sich in der Aktivierung der Schweißdrüsen. Mit dem Grad der Temperatur steigt die Wärmemenge, die der Körper über die Schweißverdunstungswärme hinaus aufnimmt. "In der Sauna wird übrigens durch die Einwirkung der Wärme die Skelettmuskulatur in besonderem Maße entspannt. Bei der anschließenden Abkühlung entsteht eine thermische Wechselwirkung, die leistungsbetonende Nerven anregt. Der gesteigerte Stoffwechsel und die verbesserte Muskeldurchblutung wirken auf natürliche Weise dem Muskelkater entgegen. Darüber hinaus stellt sich eine umfassende geistige Entspannung ein, die in den wechselnden thermischen Reizen auf das vegetative Nervensystem begründet ist.

Wie beim Saunabaden reagiert der Körper beim feuchtwarmen Baden durch Erweitern der Blutgefäße, verbunden mit Schweißbildung. Beim Abkühlen verbessert sich der Sauerstoffgehalt des Blutes. Der Abtransport von Ablagerungsstoffen wird gesteigert und die Abwehrbereitschaft gegen Infekte gefördert. Diese positive Wirkung ist auf die schnelle Reaktion der Blutgefäße in der Haut und den Schleimhäuten der Atemwege zurückzuführen. Die Abkühlung führt dann wieder zu deren Verengung. Diese wechselnden Warm- und Kaltreize ergeben ein optimales Training der Blutgefäße. Zusätzlich veranlasst die Wärme den Körper zu einer vermehrten Produktion von Interferon. Diese Substanz befindet sich im Blut und bekämpft Viren und Bakterien. Und soviel steht fest: Das Saunabaden und im speziellen das feuchtwarme Baden ist äußerst gesundheitsfördernd und für das Wohlbefinden unerlässlich. Ob heißes oder feuchtwarmes Klima in der Saunakabine: der gesamte Organismus wird auf sanfte Weise revitalisiert.

Ob die abhärtende Wirkung der feuchtwarmen Bäder allerdings genauso effektiv sind wie die finnische Saunakabine, ist in der Fachliteratur umstritten - für Kreislaufkranke und ältere Menschen sind solche Kabinen dagegen oft geeigneter.

 
 

 

 
 
 
 
     
   
 
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