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Richtig saunieren  
     
   

In allen Schwitzkulturen war das Schwitzen eine Zeremo-nie zur Reinigung von Körper und Seele. Wenn wir heute in die Sauna gehen, spüren wir noch etwas davon.

Daher: Kein Stress, wichtig ist, dass Sie auf den eigenen Körper hören.

 

Foto: Felsland-Badeparapdies, Dahn

 Nur Sie selbst
 Wirkungsweisen der  Sauna
 Natürlich nackt

 
Nur Sie selbst

Wichtig ist nicht, wie sehr ich schwitze, sondern wie wohl ich mich fühle" (Matthias Horx, Trendforscher)

Lernen Sie, auf Ihr eigenes Körperempfinden zu hören und den Saunagang dem eigenen Wohlbefinden anzupassen. Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus zwischen Hitze und Kälte, Bewegung und Entspannung, Geselligkeit und Ruhe. Alle Regeln sind nur Richtlinien, fühlen müssen Sie selbst.

Wirkungsweisen der Sauna

Regelmäßiges Saunieren hat viele positive Wirkungen:

  • Es verbessert Durchblutung und Blutverteilung.
  • stärkt das Immunsystem.
    Der Trainingseffekt entsteht, indem der Körper den Reizen von Hitze und Kälte ausgesetzt wird. Bei regelmäßiger Anwendung sind immunologische Anpassungserscheinungen nachgewiesen. Zurückzuführen sind sie auf eine verbesserte Durchblutung im Nachen-Rachenraum, eine Stärkung der Widerstandsfähigkeit und eine Veränderung der lokalen Immunabwehr in den Schleimhäuten der Atemwege.
  • reinigt und entschlackt die Haut - für ein verbessertes und jüngeres Hautbild
  • trainiert die Gefäße.
  • erhöht die Atemkapazität (10-14%).
  • verbessert die Blutdruckregulation bei zu hohem oder niedrigem Blutdruck.
  • entspannt und verbessert die Verarbeitung von Stressreizen.
  • unterstützt die Muskelregeneration nach Belastungen.
  • wirkt positiv bei vielen Regulationsstörungen, wie Asthma bronchiale, Kopfschmerzen, Verstimmungen (siehe auch "Sauna für alle?").

(Foto: Roetgen-Therme, Roetgen/Eifel)

Natürlich nackt

Im Gegenteil zu den römischen Thermen und den mittelalterlichen Badestuben geht es in der normalen finnischen Sauna ganz züchtig zu - allen Vorurteilen zum Trotz. Die Nacktheit entspricht in erster Linie der Funktionalität und ergibt sich aus dem Badeablauf, denn Badebekleidung wäre unhygienisch. In den meisten gemischten Saunen im deutschsprachigen Raum herrscht vorsichtige Distanz - man versucht, sich in einer engen Saunakabine nicht zu berühren und auch nicht zu belästigen.
Unser Tipp:
Wenn Sie anfangs Hemmungen haben, die "Hüllen fallenzulassen", so wird sich das vielleicht schnell ändern, denn meistens ist die Atmosphäre entspannt und natürlich. In gewisser Weise sind auch "alle gleich", denn das große Auto oder die teure Uhr muß draußengelassen werden.
Die angenehmen Gefühle intensiven Hauterlebens und des Wohlbefindens lassen die Anfangshemmung schnell vergessen: genießen Sie einfach die natürliche Sinnlichkeit der Atmosphäre.

 

(Text ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht weiterverwendet werden.)

Baden und Schwitzen wichtig für Gesundheit und Wellness

Unsere Gesellschaft orientiert sich heute am Leitbild des aktiven, bewußt lebenden Bürgers, der sich für seine Gesundheit selber verantwortlich fühlt, wozu auch der Stressabbau durch entspannende Tätigkeiten in seiner Freizeit gehört. Die Bade- und Saunakultur spielt dabei durch die seit alters her bekannten Empfindungen mit Wärme und Wasser eine entscheidende Rolle“.

In seinem Festvortrag „Bade- und Saunakultur in Deutschland aus der Sicht von Gesundheitswissenschaft und Wellness“ anläßlich der Eröffnung des 53. Kongresses für das Badewesen in Köln erläuterte Prof. Dr. med. Eberhard Conradi auf einer „Zeitreise“ verschiedene Gesundheitslehren und -konzepte von den Griechen bis hin zum modernen wellnessorientierten Lebensstil. Für den Vorsitzenden des Deutschen Sauna- Bundes und ehemaligen Direktor der Universitäts- und Poliklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Universitätsklinikum Charité, Berlin, hat die Medizin heute eher die Aufgabe, Bedingungen und Voraussetzungen zur Erhaltung und Stabilisierung von Gesundheit zu schaffen als Krankheiten zu „reparieren“. Conradi nannte in diesem Zusammenhang den „Public Health“-Ansatz in den USA und die „Gesundheitswissenschaften“ hierzulande, die ihrerseits in der Sozialmedizin zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wurzelten.

Basierend auf der ideellen Definition von Gesundheit durch die World Health Organization (WHO) aus dem Jahr 1946 habe sich nach und nach – zunächst in den USA - der Begriff „Wellness“ als Synthese von well-being und Fitness herausgebildet. Heute werde darunter ein bewußt gestalteter Lebensstil verstanden, der geprägt sei durch ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis und die Suche nach Harmonie mit sich und der Umwelt.

Die hohen Stress- und vielfältigen Alltagsbelastungen fordern Conradi zufolge als Gegenpol einen psycho-physischen Ausgleich geradezu zwangsläufig heraus. „Wellness“ sei dabei mehr als purer Spaß und Vergnügen, Verwöhn- und Beautyprogramme, sondern vielmehr eine verantwortungsbewusste Lebensführung zum Erhalt von Leistungs- und Erlebnisfähigkeit. Saunabaden gehörte unbedingt dazu, weil das Schwitzen an einer wärmenden „Feuerstelle“ Urerfahrung des Menschen in allen Kulturen sei. Es lasse sich so ohne Weiteres ein Bogen spannen zu den populären Bade- und Saunalandschaften in den Freizeit- und Erlebnisbädern der Gegenwart. Wie anders sei es zu erklären, dass heute allein in Deutschland 26 Millionen Menschen mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna gingen und dort vor allem körperliche Erholung, „Abhärtung“, psychische Entspannung und Geselligkeit suchten? Für den Vorsitzenden des Deutschen Sauna-Bundes steht damit ausser Zweifel, „dass bei einem nicht unbeträchtlichem Anteil der Bevölkerung ein starkes Bewußtsein besteht, sich gesund und leistungsfähig zu halten und dafür auch etwas in eigener Verantwortung zu tun.“

 

 

Saunabaden ist Wellness und Gesundheit pur

Körperliche Erholung, psychische Entspannung, Geselligkeit, Erkältungsvorbeugung und Hautpflege: die Sauna hat viele Vorzüge. Saunabaden ist die Freizeitaktivität für alle Menschen, die über qualitativ hochwertige Wellnesserlebnisse hinaus etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Die wohlige Saunawärme im Wechsel mit Abkühlung an frischer Luft und mit kühlem Wasser entspannt und erfrischt Körper und Geist. Der Alltag bleibt draußen vor der Tür.

Immer mehr Menschen „investieren“ in ihr Wohlbefinden. Neben Sport und gesunder Ernährung sind vor allem regelmäßige Erholungspausen wichtig. 30 Millionen Saunagänger in Deutschland wissen es längst: Nirgendwo entspannt und erholt man sich besser als in der Sauna. Das bestätigt auch eine aktuelle Umfrage des Deutschen Sauna-Bundes: 93 Prozent der befragten 17. 000 Gäste öffentlicher Saunabäder empfinden beim Saunabaden „uneingeschränktes Wohlgefühl.“

Beim Saunabaden werden Körper, Geist und Seele auf einzigartige Weise in Einklang gebracht. „Die Sauna ist der perfekte Gegenpol zu unserem oft stressigen und schnelllebigen Alltag; Nerven und Psyche beruhigen sich“, weiß Rolf-Andreas Pieper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes. Ursache für die erholsame Wirkung ist das
Wechselspiel zwischen Wärme und Kälte. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße in der Haut, das erz arbeitet wirtschaftlicher und die Muskelspannung lässt nach. Unter den Abkühlungen verengen sich die Blutgefäße wieder und die körperliche Anpassung an wechselnde Temperaturen wird so geübt. Die psychische Umstellung nach dem Kaltreiz führt außerdem zu einem angenehmen Frischegefühl. Dies alles trägt dazu bei, dass Aggressionen abgebaut werden und der Mensch ausgeglichener und zufriedener wird“, so Saunaexperte Pieper. Die Stimmung der Saunabadenden profitiert noch aus einem anderen Grund vom Saunabesuch: Saunabaden fördert die Geselligkeit. Das heißt, vor allem mit anderen reden, lachen und sich austauschen. Wer regelmäßig in die Sauna geht, betreibt darüber hinaus eine wirksame natürliche Schönheitspflege. Die Haut wirkt schön und straff, weil sie durch die Saunawärme besonders gut durchblutet wird. Nährstoffe und Sauerstoff können vermehrt transportiert werden, die Hautzellen erneuern sich schneller. Dadurch verlangsamt sich die Hautalterung. Das intensive Schwitzen ist eine Wohltat für die Haut: Es werden dabei Schlackenstoffe ausgeschieden und die Haut gründlich gereinigt. Sauberer als nach einem Saunabesuch kann die Haut nicht sein.

Immer mehr Menschen schätzen die Sauna auch wegen der „Abhärtung“. Durch den Wechsel von Wärme und Kälte lernt der Körper, sich unterschiedlichen Temperaturen anzupassen. Viren und Bakterien können sich nicht so schnell verbreiten. Deshalb sind Erkältungen für viele passionierte Saunagänger ein Fremdwort.

Eine weitere positive Begleiterscheinung des Saunabadens sind die inzwischen zahlreich angebotenen Wellnessanwendungen in den modernen Sauna- und Badebetrieben wie etwa Körperpackungen mit Heilerde, Schlick oder Moor, spezielle Wannenbäder, fernöstliche Bewegungsübungen oder vielfältige Massageangebote. Sie ergänzen das Saunabaden und sorgen für die erwünschte Abwechslung. Vielen

Gästen kommt deshalb der regelmäßige Saunabesuch wie ein erholsamer Kurzurlaub vor, der das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet.

Deutscher Sauna-Bund e.V., Bielefeld


 
 
 
 
 
     
 
 
 
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