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| Sauna
für alle? |
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Kinder/Babys |
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Das
Thema Kinder- und Baby-Sauna ist topaktuell, auch wir
haben unter "Fragen an den Saunameister" hierzu schon
einige Fragen bekommen.
Bei den Befürwortern von Kinder- und Babysauna
stehen zwei Dinge im Mittelpunkt:
- Die Abwehr von Infekten und Immunabwehr ist gerade
bei den heutigen Zivilisationskrankheiten auch für
Babys sehr nützlich
- Begeisterte Saunafans wollen ihre Kinder frühzeitig
einweisen und ihr "Hobby" auch mit ihren Kindern
teilen.
Einige Tipps für das Saunen mit Babys
- In der Sauna sollte man das Baby auf den Schoß nehmen,
der Körper der Mutter/des Vaters schützt
so noch mal das Baby vor zu großer Hitze.
- Neben dem Abkühlen an der frischen Luft ist
auch eine kalte-lauwarme Dusche mit Baby möglich.
Wichtig: das Baby auf dem Arm und nah am Körper
halten, wenn man sich unter der Dusche dann noch
dreht, genießen es die Kleinen meistens.
- Nehmen Sie zwei-drei Handtücher mehr mit,
denn es kann schon mal etwas "danebengehen".
- Beim Gang an die frische Luft sollte man bei Kälte
ein Handtuch überwerfen, gerade der Kopf gibt
beim Kind besonders viel Wärme ab und sollte
bedeckt werden
- Bei Babys sollten Aufgüsse und Tauchbecken
vermieden werden, die Sauna sollte auch nur 65 Grad
warm sein
- Noch mehr als bei Erwachsenen gilt: nach dem Saunagang
genug trinken, insbesondere Tees
- Voraussetzungen: das Kind ist mindestens 5 Monate
alt, hat keine Infektionen und ist nicht frisch geimpft.
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Ältere |
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Die
Sauna kennt keine Altersgrenze nach oben: Auch über
80-Jährige können noch saunieren. Das Saunabaden
kann sogar helfen, die Lebensqualität im Alter
erheblich zu verbessern.
- Viele schätzen die Belastung in der Sauna
für das Herz als zu hoch ein - zu Unrecht, denn
gerade nach Herzoperationen und Herzinfarkten bewährt
sich die Sauna bestens. Regelmäßiges Saunieren
(mind. 2 x pro Woche) senkt den Blutdruck und trägt
so zur Entlastung des Herzens bei.
- Die Rückbildungsprozesse der Haut werden verbessert,
Falten und Runzeln vermindert.
- Infektvorbeugung ist im Alter besonders wichtig
- Bei den im Alter häufig auftretenden Schlafstörungen
verhilft die Sauna zu wohltuender Nachtruhe
Unser Tipp:
- Wenn Sie Medikamente einnehmen oder krank sind,
sollten Sie selbstverständlich zuerst einen
Arzt befragen.
- Die Haut wird im Alter immer trockener, gönnen
Sie ihr deshalb nach der Sauna ausreichend Feuchtigkeitscrémes
oder -lotionen.
- Als älterer Sauna-Neuling sollten Sie die
Regeln gut einhalten (viel Entspannung zwischen den
Saunagängen, allmähliche Abkühlung
durch Herumgehen im Freiluftbereich, Wassergüsse
an den Beinen beginnen. Bitte Vorsicht mit dem Tauchbad).
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Übergewichtige |
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Es
ist mittlerweile allgemein bekannt, dass man in der
Sauna nicht abnimmt. Verliert der Körper durch
den Flüssigkeitsverlust an Gewicht, nimmt er dies
danach sehr schnell wieder auf. Trotzdem kann die Sauna
eine Gewichtsabnahme positiv beeinflussen, da die Sauna
allgemein Regelkreise ordnet und auf den Hormonhaushalt
Einfluss nimmt.
Unser Tipp:
- Übergewichtige können eine längere
Wärmephase vertragen, weil die Temperatur ihres
Körpers langsamer ansteigt. Zum Ausgleich sollte
auch die Abkühlungsphase länger sein, es
empfiehlt sich besonders das Fußbad.
- Lassen Sie von Ihrem Hausarzt überprüfen,
ob Sie an hohem Blutdruck leiden
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Sport |
Für
Sportlerinnen und Sportler ist die Sauna eine wichtige
Möglichkeit der Regeneration, so kann auch die
sportliche Leistungsfähigkeit gesteigert werden.
Die Sauna trainiert
dabei nicht die Muskeln, sondern die Anpassung des
Sportlers an verschiedene Bedingungen. Unter anaerober
Belastung bildet sich Milchsäure in den Muskeln,
zu viel Säure führt jedoch zu Müdigkeit.
Durch die stark gesteigerte Durchblutung beim Saunieren
wird der Abtransport der Milchsäure beschleunigt
und die Erholung der Muskeln günstig beeinflusst.
Für Ausdauersportler ist
wichtig, dass die Atemkapazität durch regelmäßiges
Saunieren gesteigert wird, die Herzkraft dagegen wird
nicht trainiert.
Unsere Tipps:
- Nach sportlicher Betätigung ist die Sauna
erst sinnvoll, wenn die Pulsfrequenz auf 100 Schläge/Min.
abgesunken ist. Achtung: Wird dies nicht beachtet,
wird das Herz zu sehr belastet! Saunieren unmittelbar
nach sportlicher Anstrengung, frei nach dem Motto "Noch
schnell eine Sauna", ist nicht ratsam.
- Vorsicht bei frischen Verletzungen und Blutergüssen!
Ist die Schwellung bereits abgeklungen, ist Saunieren
dagegen heilsam.
- Sportliche Betätigung zwischen zwei Saunagängen
ist nicht sinnvoll.
- Vor einem Wettkampf sollte der letzte Saunagang
wenigstens einen Tag zurück liegen.
- Gefährlich ist, durch Saunieren kurzfristig
das Körpergewicht zu beeinflussen. So kam es
bei Jockeys bereits zu Todesfällen, weil sie
in der Sauna einen Flüssigkeitsverlust erzwungen
hatten.
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Krankheiten |
Bei
folgenden Krankheiten sollten Sie die Sauna nach ärztlichen
Aussagen nicht besuchen:
- Erkrankungen mit Fieber
- Entzündungen (die Reizanwendungen können
den Krankheitsverlauf verschlimmern)
- Herz- und Kreislauferkrankungen (bitte befragen
Sie hierzu Ihren Arzt)
- Epilepsie (hier ist die Meinung der Ärzte
nicht einheitlich)
- Krebserkrankungen, besonders im akuten Stadium
der Krankheit (Operation, Bestrahlung, Medikamente,
bitte befragen Sie Ihren Arzt)
- Schwere Leber- und Nierenveränderungen
- Durchblutungsstörungen im Gehirn
- Regulationsstörungen des Nervensystems
Bei folgenden Krankheiten wird das Saunieren ausdrücklich
empfohlen:
- Krankheiten des Herz- und Kreislaufsystems
(Blutunterdruck, Bluthochdruck, Nachbehandlung ausgeheilter Herzinfarkte)
- Krankheiten der Atemwege: chronische Katarre, chronische
Bronchitis, Asthma bronchiale
- Krankheiten des Bewegungsapparates: chronischer
Rheumatismus, Bandscheibenschäden
- Störungen des Stoffwechsels, Ödeme
- Krankheiten der Haut: Neurodermitis, Schuppeflechte,
Akne
Unser Tipp: In allen Fällen
hängt die positive Wirkung der Sauna davon ab,
dass Sie "auf Ihren Körper hören" und die
Anwendungen richtig dosieren. Wenn Sie unsicher sind,
befragen Sie bitte Ihren Arzt.
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Trotz Krankheit in die Sauna |
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In Finnland, dem Ursprungsland der Sauna, gibt es eine einfache Regel: „Wer zur Sauna gehen kann, darf auch in die Sauna gehen.“ Eine Krankheit muss deshalb kein Hinderungsgrund sein, regelmäßig die Sauna zu besuchen. In etlichen Fällen hilft das Saunabaden sogar beim Gesundwerden.
Aktuelle Studien aus Japan zeigen: Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem Volksleiden Nummer 1 in Deutschland, braucht man nicht so vorsichtig zu sein, wie man es hierzulande immer noch vermutet. Bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks ist ein Saunabesuch sogar von Vorteil. Durch die Saunawärme werden die Blutgefäße in der Haut weitgestellt und so der Kreislauf entlastet. „Gerade bei Kreislauferkrankungen spielt auch die Gesamtwirkung der Sauna auf Körper, Geist und Seele eine große Rolle. Der Patient entspannt und fühlt sich wohler“, betont Medizinprofessor Eberhard Conradi, Vorsitzender des Deutschen Sauna-Bundes. Bei Herzleiden wird empfohlen, die mittlere Stufe im Saunaraum zu wählen, weil dort die Hitze nicht so hoch ist wie auf der obersten Bank. Auf das Kaltwassertauchbecken sollte in diesen Fällen verzichtet werden, weil der Blutdruck dadurch ungünstig beeinflusst werden kann.
Ebenfalls angezeigt ist das Saunabaden bei Erkrankungen der Atemwege, zum Beispiel bei einfacher chronischer Bronchitis oder Asthma bronchiale. Durch die bis zu 100 Grad Celsius heiße Luft in der Sauna erwärmt und entspannt sich die Bronchialmuskulatur der Atemwege. Das fördert die Schleimproduktion. Nach dem Saunabaden fällt deswegen vielen Atemwegspatienten das Atmen leichter.
Eine weitere positive Wirkung der Sauna zeigt sich bei Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte. „Die Haut wird stärker durchblutet und der Stoffwechsel angeregt. Dadurch verbessert sich der Ernährungszustand der Haut“, erklärt Professor Eberhard Conradi. Das vermehrte Schwitzen reinigt zudem die Haut – man fühlt sich wohler und sieht frisch und rosig aus.
Bewährt haben sich Saunaanwendungen außerdem bei Sportverletzungen. Durch die leichte Überwärmung des Körpers werden die Heilungsvorgänge bei Muskel- oder Sehnenzerrungen gefördert. Bei größeren Blutergüssen muss mit dem Saunabaden so lange gewartet werden, bis die Gefäße wieder ganz verschlossen sind.
Wer regelmäßig in die Sauna geht, bekommt keine oder nur noch selten eine Erkältung. Der Wechsel von heißen und kalten Reizen führt zu einer besseren Durchblutung der Schleimhäute und trainiert den Wärmehaushalt. Durch die wärmebedingte Vermehrung der Abwehrzellen wird das Immunsystem gestärkt. Der Körper wird „abgehärtet“ und dadurch Krankheiten vorgebeugt.
Bei einigen Krankheiten sollte besser auf den Saunabesuch verzichtet werden. Dies gilt vor allem bei akuten Erkrankungen, insbesondere dann, wenn sie mit Fieber oder Entzündungen einhergehen. So dürfen Rheumapatienten nur in den entzündungsfreien Intervallen in die Sauna gehen. Nach einem Herzinfarkt gilt: mindestens drei Monate Sauna-Pause. Danach sollte ein kompetenter Arzt die individuelle Belastbarkeit überprüfen. Das gilt auch für Menschen mit Herzfehlern, die wieder saunabaden möchten.
Menschen mit starken Krampfadern und anderen venösen Gefäßerkrankungen sollten in der Sauna vorsichtig sein. Hier kommt es auf das richtige Verhalten an: die Beine nach Möglichkeit hoch legen oder mit dem Oberkörper auf einer Höhe halten; nach dem Verlassen des Saunaraumes nicht herumstehen, sondern im Freiluftbereich auf und ab gehen und bald mit den Kaltwassergüssen beginnen. Epileptiker müssen leider ganz auf die Sauna verzichten, weil dadurch Krampfanfälle ausgelöst werden könnten.
Deutscher Sauna-Bund e.V., Bielefeld |
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Rundum gesund: Saunabaden im Herbst |
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Wer sich wohlfühlen möchte und gleichzeitig etwas für seine Gesundheit tun will, sollte jede Woche in die Sauna gehen.
Gerade der Herbst eignet sich besonders gut, damit anzufangen. Körperliche Erholung, psychische Entspannung, Erkältungs-vorbeugung und nicht zuletzt geselliger Badespaß winken als Belohnung.
Die letzten „goldenen“ Sonnentage sind gezählt: Regen, Wind und Nebel sorgen in den Herbstmonaten weitaus häufiger für sehr ungemütliches Wetter. Damit einhergehende gesundheitliche Störungen und psychische Belastungen fordern das Immunsystem heraus und beeinträchtigen mitunter sogar erheblich Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Das menschliche Urbedürfnis nach Wärme und Behaglichkeit tritt in der „dunklen“ Jahreszeit wieder stärker in den Vordergrund.
Der regelmäßige Gang in die Sauna ist die passende Antwort darauf. Saunabaden stärkt die Abwehrkräfte und übt die Anpassung des Körpers an wechselnde Temperaturen. Gute Voraussetzungen, erkältungsbedingten Krankheiten vorzubeugen. Die meisten Saunagäste bleiben fast oder sogar völlig frei von so genannten banalen Infekten und anderen unliebsamen Gesundheitsstörungen. Wem als Saunagänger Schnupfen, Heiserkeit, Hals- und Gliederschmerzen sowie Fieber trotzdem einmal zusetzen, der überwindet diese Symptome nachweislich schneller.
Die vorbeugende Wirkung wöchentlichen Saunabadens beruht wesentlich auf dem Training der Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten der Atemwege. Durch die trockene Wärme im Saunaraum werden die Blutgefäße der Haut weitgestellt; die anschließende Abkühlung an frischer Luft, mit kaltem Schlauchguss oder Schwallbrause sowie gegebenenfalls mit einem Tauchbad führen wieder zu einer Verengung der Blutgefäße. Beim anschließenden warmen Fußbad weiten sich diese wieder auf den Ausgangszustand.
Außerdem führt wöchentliches Saunabaden zu einer vermehrten Bildung von Abwehrstoffen im Blut. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch die Saunawärme die Hauttemperatur auf zirka 42 Grad Celsius steigt und dadurch Stoffwechselsteigerungen ausgelöst werden, die zu einer vermehrten Produktion von Interferon führen. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die bei der Infektabwehr eine wichtige Rolle spielt.
Im psychischen Bereich leistet das regelmäßige Saunabad ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur „Stabilisierung“ des Gemüts in den nasskalten Wochen des Herbstes. Die Wärme im Saunaraum führt zu einer psychischen Erholung, die sich daran anschließende Abkühlung zu einer nervlich bedingten Erfrischung. Die Ausschüttung von so genannten Glückshormonen
– Endorphinen – während des Saunabadens und danach sorgt für eine merkbare psychische Entspannung und für das „uneingeschränkte Wohlbefinden“ des Badegastes.
Die drei Hauptmotive für den regelmäßigen wöchentlichen Besuch der Sauna sind vor allem körperliche Erholung in Verbindung mit psychischer Entspannung und das gezielte Vorbeugen gegen Erkältungen sowie der Wunsch nach Geselligkeit. Nach einer Besucherbefragung des Deutschen Sauna-Bundes geben gut 80 Prozent der 17.000 befragten Saunagäste an, das Heißluftbad zur körperlichen Erholung aufzusuchen, 75 Prozent zur Erkältungsvorbeugung und „Abhärtung“ und 61 Prozent zur psychischen Entspannung. Körper, Geist und Seele mit Saunabaden wieder in die Balance zu bringen bedeutet Wellness pur. Gerade für Sauna-Neulinge eignet sich der Herbst besonders gut, sich davon zu überzeugen.
Deutscher Sauna-Bund e.V., Bielefeld
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