Dem Speick auf der Spur
Die einzigartige Kulturgeschichte der wiederentdeckten Heilpflanze
Meistens sind es die wahren Geschichten, die Menschen in ihren Bann ziehen. So auch die Geschichte des Unternehmens Speick Naturkosmetik. Sie beginnt im Jahre 1928 – eine Zeit, geprägt von der Weltwirtschaftskrise. Trotzdem wagt der Anthroposoph Walter Rau die Gründung des „Feinseifenwerk WALTER RAU“. Mit viel Mut und Pioniergeist widmet er sich einer völlig neuen Idee: Statt der damals bekannten Kernseife zum Waschen möchte er eine sanfte, natürliche Seife für die Körperpflege entwickeln.
Es ist die Begeisterung für eine einzigartige, fast in Vergessenheit geratene Heilpflanze, die Walter Rau nicht mehr loslässt: Eine Pflanze aus der Familie der Baldriangewächse – bekannt als „Speick“ oder unter dem botanischen Namen Valeriana Celtica. Schon diese lateinische Bezeichnung des Speick ist Kulturgeschichte pur: „Valere“ ist lateinisch und bedeutet „gesund erhalten“, während „Celtica“ für die keltische Herkunft, heute die alpinen Kärntner Nockberge, steht. Wie Walter Rau erkennt, besitzt die Heilpflanze eine seltene Eigenschaft: Auf das zentrale Nervensystem wirkt sie beruhigend, während sie zugleich das vegetative Nervensystem anregt. Der Speick entspannt, ohne müde zu machen und belebt Seele, Körper und Geist.
Während der Speick besonders intensiv riecht, nämlich krautig, herbfrisch und würzig, ist sein Äußeres eher unscheinbar: eine zarte Pflanze mit kleinen, gelb blühenden Blüten, die aber voller Lebenskraft steckt. Wer den Speick sucht, muss zunächst die Baumgrenze der Kärntner Alpen hinter sich lassen. Ab 1800 Meter wird man fündig. Im Naturschutzgebiet des Nationalparks Nockberge sammelt der Speick seine harmonisierend wirkenden Kräfte, die sich als ätherisches Öl hauptsächlich in den Wurzeln anreichern. Bereits seit Jahrtausenden gewinnt man das wertvolle Speick-Öl durch schonende Extraktion. Im Ägypten des Jahres 500 v. Christus aromatisierte man die Bäder mit Speick und pflegte die Haut anschließend mit dem kostbaren Öl. Jahrhundertelang wurden über Venedig täglich mehrere Tonnen Speick in alle Welt exportiert.
Schon im 10. Jahrhundert setzte man die Heilpflanze medizinisch ein. Das Magenleiden des Kaisers Marc Aurel kurierte der Arzt Galen mit Speick. Die Pflanze wurde damals mit Gold aufgewogen und später extra besteuert. 1928 ließ Firmengründer Walter Rau sein Markenprodukt schützen, acht Jahre später stellte Österreich die darin verarbeitete Baldrianpflanze unter Naturschutz. Walter Rau behalf sich mit einer Plantage im Schwarzwald. Dass inzwischen wieder Almbauernfamilien in den Kärntner Nockbergen mit einer Erntelizenz wie seit alters her von Hand die Pflanze aus dem Boden ziehen, geht auf Raus Enkel Wikhart Teuffel zurück. Der Firmenchef schuf eine Kooperation zwischen Naturschutz, Landesregierung und Bauern aus dem Nationalpark Nockberge. Diese Kooperation beinhaltet das exklusive Recht, den Speick zu verarbeiten – denn eine Studie der Universität für Bodenkultur in Wien hatte belegt, dass dieser am besten wächst, wenn er maßvoll geerntet wird.
Speick Naturkosmetik enthält – weltweit exklusiv – den einzigartigen Speick-Extrakt, der seit 2003 als kontrolliert biologische Wildsammlung (kbW) zertifiziert ist. Das Sortiment reicht von der klassischen, würzig duftenden Natural Naturpflege über Speick Men oder Speick Woman bis hin zur Thermalkosmetik Speick Thermal. Je nach Serie wird der Speick-Extrakt mit anderen Inhaltsstoffen kombiniert. So enthält z. B. Speick Thermal auch Alge und Kieselsäure – verbunden mit dem fruchtigen Duft ätherischer Öle.
www.speick.de
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