Duft und Gemüt
Machen Düfte glücklich?
Von Bernhard Mayer-Klenk, Duftexperte der Firma Kemitron
Glück kann die unterschiedlichsten Ursachen haben: Frisch Verliebte sind glücklich. Einen verlässlichen Partner zu haben, kann Glück bedeuten. Oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches. Das Empfinden von Glücksmomenten hat viel mit dem momentanen Gefühls- oder Gesundheitszustand zu tun und der persönlichen Bereitschaft, Glück anzunehmen. Auch Düfte können dazu beitragen, sich gut zu fühlen.
Düfte und unsere Erinnerung daran begleiten uns durchs ganze Leben. Sie sind die erste Botschaft von Lebewesen zu Lebewesen, nämlich von Mutter zu Kind, noch bevor der erste Blickkontakt möglich ist. Düfte können über die Psyche ganz bestimmte Stimmungen ansprechen. Glück im eigentlichen Sinne kann durch Düfte oder ätherische Öle nur in den wenigsten Fällen direkt hervorgerufen werden, ausgenommen der Duft assoziiert eine außergewöhnliche glückliche Situation.
Durch Düfte, kann die Stimmung verbessert oder ein angenehmes Gefühl geschaffen werden. So können Düfte aufheiternd wirken, stimmungsaufhellend oder ausgleichend. Das Riechen von frisch gepressten Orangen hebt die Stimmung. Es gibt keinen natürlichen Pflanzenduft beziehungsweise mit Fantasie komponierten Duft, der ein negatives Fühlen oder Denken auslöst, denn die Natur kennt nur den Zustand der Lebensbejahung. Glückliche Menschen strömen daher auch den konzentrierten Duft von Lebensfreude aus und senden positive Duftsignale an die Umgebung aus.
Der Geruchssinn ist rund 3,5 Milliarden Jahre alt. Er war das erste voll ausgebildete Sinnesorgan im Hirn.der Lebewesen. Duftstoffe und ätherische Öle sind in der Lage, Stimmungen und Gefühle zu verändern, indem sie auf die Hormone Einfluss nehmen, doch dieser Vorgang ist ebenso geheimnisvoll wie komplex.
Hier einige Beispiele:
Mehrere ätherische Öle und Duftstoffe wie Muskatellersalbei, Jasmin, YlangYlang, Rosen und Grapefruit lösen über den Thalamus das Hormon Enkephalin aus. Enkephalin macht leicht euphorisch, mindert Depressionen und löst neue Lebensfreude aus. Ein anderes Hormon – Noradrenalin – wird zum Beispiel durch Wacholder, Kardamom, Lemongras und Rosmarin ausgeschüttet. Bei Lethargie gleicht es einem natürlichen Anregungsmittel, es stimuliert die Motivation positiv und bringt Schwung und Freude ins Leben. Bergamotte, Weihrauch, Geranie und Rosenholz wiederum regen unterschiedliche Neurotransmitter an, die Gemütsschwankungen, Furcht oder leicht depressive Stimmungen ausgleichen helfen.
Basilikum, Zitrone, Minze und Rosmarin wirken stärkend auf Konzentrations- und Erinnerungsvermögen und helfen bei geistiger Erschöpfung und mangelnder Kreativität. Serotonin wird durch Lavendel und Kamille, Weihrauch, Benzoe wie auch Myrrhe ausgeschüttet und wirkt nervenberuhigend. Die wirklichen Glücklichmacher, die Glückshormone, auch als Endorphine bekannt, können durch Jasmin, Muskatellersalbei, YlangYlang, Rose und Patschuli ausgeschüttet werden. Sie bewirken Glücksgefühle und Entspannung und können Schmerzen sowie Stressempfinden mindern.
Düfte, die stimmungsaufhellend, entspannend oder ausgleichend wirken können, sind beispielsweise Bergamotte, Blutorange, Frangipani, Geranium, Grapefruit, Jasmin, Lemongras, Limette, Mairose, Majoran, Melisse, MuskatellerSalbei, Neroli, Orange, Patschuli, Rose, Thymian, Tolubalsam, Vanille, Vetiver, Wacholder, Weihrauch, YlangYlang, Zimtrinde und Zitrone.
Eine Auswahl der aufgeführten Düfte sind erhältlich bei der Kemitron GmbH , An den Kiesgruben 14, 73240 Wendlingen, Tel.: 07024/95060 , Fax: 07024/950630 , E-Mail: info@kemitron.de
Literatur: Duft und Gemüt, Fischer Verlag, Duftkunde-AT Verlag; Das Maiglöckchen Phänomen, Piper Verlag, Aromatherapie-Verlag Urban&Fischer; Römpp-Lexikon, Verlag Franckh
|