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Richtig saunieren

Saunabaden ist Genuss

 

Richtig geniessen, kann am besten, wer´s richtig macht.
Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig, damit alle geniessen können.

Wir wünschen viel Spass dabei!

(Alle Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht weiterverwendet werden.)

Vorher duschen

Duschen Sie unbedingt vor dem ersten Saunagang – aus hygienischen Gründen und zum Entfernen des Fettfilms auf der Haut, der die Schweißabgabe verzögert. Trocknen Sie sich gut ab, denn eine trockene Haut schwitzt leichter.

Richtig schwitzen


Die hohen Lufttemperaturen in der Sauna von 70-100 Grad Celsius sind deshalb erträglich, weil die Luft trocken ist. Wissenswert: Wärme steigt nach oben, deshalb ist es auf den oberen Bänken heißer.

Gehen Sie vor dem Saunagang auf die Toilette, denn das Saunieren regt die Nierentätigkeit an.

 

 


  • Sauna-Unerfahrene suchen sich beim ersten Saunabesuch idealerweise einen Platz auf einer mittleren Bank.
  • Breiten Sie Ihr Saunatuch weit aus, damit der schwitzende Körper nirgends das Holz berührt.
  • Legen Sie sich auf den Rücken, wenn der Platz es  erlaubt (ein Keil unter dem Kopf entspannt). 
  • Ziehen Sie die Beine auf die Sitzbank hoch, wenn Sie lieber im Sitzen saunieren:Der Körper befindet sich dann im gleichen Temperaturbereich.
  • Erst wenn Sie die Sauna verlassen, stellen Sie die Füße wieder auf die untere Bank und sitzen so wie auf einem Stuhl.
  • Wechseln Sie auf eine tiefer liegende Bank, wenn Ihnen zu heiß wird (insbesondere während eines Aufgusses).
  • Bleiben Sie 8-15 Minuten.
  • Zwingen Sie sich nicht zum Bleiben, wenn Sie sich nicht mehr wohl fühlen

(Foto: Felsland Badeparadies, Dahn)

Cool Down


Das besondere "Gefühl danach", entspannt, vital und wie neugeboren, wird erst durch die richtige Kalt-Anwendung nach dem Saunagang erreicht. Wer sich davor drückt oder nur lauwarm duscht, bringt sich um den eigentlichen Sauna-Effekt.

Hier unsere Cool-Down-Tipps:

  • Gönnen Sie Ihrem Körper frische Luft und suchen Sie den Freibereich der Sauna auf.
  • Halten Sie Ihre Muskeln in Bewegung und gehen Sie auf und ab.
  • Kühlen Sie Ihren Körper mit kaltem Wasser aus dem Wasserschlauch. Wichtig ist die Richtung des kühlenden Wasserstrahls immer zum Herzen hin. Beginnen Sie deshalb bei den Füßen und führen Sie den Wasserstrahl langsam aufwärts zur Leiste. Dann kühlen Sie die Arme von den Händen bis zur Schulter. Beginnen Sie mit dem rechten Bein/Arm außen, dann innen.
  • Kalte Dusche oder Wasserstrahl aus der Schwallbrause (Ganzkörperguss).
  • Für Geübte (ohne Bluthochdruck): Einsteigen ins Tauchbecken, dabei ruhig durchatmen (10 Sekunden reichen). Duschen Sie vorher aus hygienischen Gründen!
  • Im Anschluss an die Abkühlung entspannt ein warmes, knöchelhohes Fußbad bei ungefähr 40 Grad Celsius die Gefäße.

Achtung: Kühlen Sie genügend ab. Zu starkes Nachschwitzen birgt Erkältungsgefahren!
Das lauwarme Schwimmbecken ist keine Alternative zum kalten Tauchbecken: Die Atemwege kühlen so nicht genug ab, die positive Wirkung stellt sich nicht ein.
Nach dem Saunagang sollten Raucher rund 20 Minuten lang auf Zigaretten verzichten. Durch die erweiterten Gefäße werden Schadstoffe stärker aufgenommen.

Nachruhen

  • Ruhen in nicht zu warmer Luft erhöht die Entspannung.
  • Legen Sie die Beine hoch und halten Sie sie warm.

Getränke

  • Trinken Sie vor dem Saunabesuch reichlich.
  • Alkohol und Kaffee vermeiden Sie am besten ganz - oder genießen Sie ihn nur in Maßen.
  • Trinken Sie nach dem Saunabaden reichlich Wasser oder Kräutertee (mind. 1, bei drei Saunagängen 2 Liter).

Zahl der Saunagänge


Wer einmal pro Woche in die Sauna geht, sollte zwei bis drei Saunagänge absolvieren. Bei zwei Besuchen pro Woche sind zwei Saunagänge auch ausreichend. Gehen Sie täglich in die Sauna, genügt ein Saunagang. Das sind nur grobe Richtlinien - entscheidend ist, dass man sich wohlfühlt.

Der Aufguß


Der Aufguss ist für viele der Höhepunkt des Schwitzens. Schon in den urzeitlichen Steinschwitzbädern Finnlands wurde Wasser auf die heißen Steine geschüttet, sobald sich der Raum abkühlte. Denn beim Aufguss steigt die relative Luftfeuchtigkeit von etwa zehn auf dreißig Prozent an und bewirkt einen stark empfundenen Hitzereiz, der jedoch nur ein paar Minuten anhält. Ätherische Öle unterstützen die Wirkung auf das Nervensystem, der Saunaeffekt ist noch intensiver. Aber auch ohne Aufguss kann die volle Wirkung der Sauna erzielt werden. Die Aufguss-Zeremonie macht das Schwitzen zu einem Gemeinschafts-Erlebnis. Hierzu gehört der Saunawitz ebenso wie der Beifall für den Saunameister, der den Aufguss durchführt - oder auch das gemeinsame stille Leiden.

Die sieben Todsünden

 

  • Betreten der Sauna mit Badesandalen und -bekleidung! TIPP: Sandalen vor der Türe ausziehen, statt Badehose oder Badeanzug/Bikini schlingen Sie sich ein Handtuch um Hüfte und Brust.
  • Kaltanwendungen werden vermieden! TIPP: Um einen gesundheitlichen Effekt zu erzielen, muss die Abkühlung durch Frischluft und Kaltwasser stark genug sein.
  • Das Saunatuch ist zu klein und der Schweiß tropft auf das Holz! TIPP: Gegen einen geringen Aufpreis verleihen Saunabetreiber große Handtücher.
  • Hektik! TIPP: Planen Sie Ihren Saunagang mit genügend Zeitreserven. Machen Sie Ruhepausen zwischen den Saunagängen und vor dem Heimweg, um den Körper abzukühlen (Das "Nachschwitzen" erhöht die Erkältungsgefahr).
  • Starke Bewegung zwischen den Saunagängen! TIPP: Überfordern Sie Ihren Kreislauf nicht und machen Sie VORHER Sport. Ruhen Sie sich etwas aus, bevor Sie in die Sauna gehen.
  • Zu lautes Sprechen in der Sauna! TIPP: Ruhe erhöht den Entspannungseffekt - für sich selbst und die anderen Saunagäste.
  • Verlassen der Sauna während des Aufgusses! TIPP: Ungeübte sollten die Sauna erst kurz vor dem Aufguss betreten und sich auf eine der unteren Bänke setzen - dort wird die Hitze weniger groß. Selbstverständlich geht Ihr Wohlbefinden vor: Verlassen Sie die Sauna, wenn Ihnen nicht wohl ist - auch während des Aufgusses.