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Ist Wärme gleich Wärme…

….und Sauna gleich Sauna? Erste Folge der Serie zu Sauna und Biobad, Dampfbad und Infrarotkabine

In Deutschland ist immer von Sauna die Rede – obwohl häufig damit auch Dampfbad oder Infrarotbad gemeint ist. Sauna ist hierzulande zum allumfassenden Wort für Wärmeanwendungen geworden. Dabei sind die Unterschiede riesig: Die finnische Sauna wirkt anders auf den Körper als das Dampfbad, und wiederum anders als eine Infrarotkabine.
In drei Folgen (Ausgabe 01-2012 bis 03-2012) zeigen wir Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Wärmeanwendungen auf. Dazu verrät die Firma Helo Sauna die passenden Tipps und Trends 2012.

Wärme tut gut – seit Jahrtausenden


Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen der Erwärmung: Wasser- oder Luftbäder. Bei beiden geht es um Erwärmung, zunächst der Haut, dann der tieferen Schichten und schließlich des ganzen Körpers. Neben den beiden „Reinformen“  Wasser und Luft gibt es noch die Mischung aus Wasser und heißer Luft: das feuchte Dampfbad.
Der Gegenspieler der Hitze ist die Kaltanwendung: das kalte Wasser oder die kalte Luft. Durch Abkühlung nach der Erwärmung wird der Körper an die gegensätzlichen Reize gewöhnt und kann nach mehrmaliger Anwendung den Wechsel von Hitze und Kälte besser vertragen. Das stärkt – bei regelmäßiger Anwendung – Kreislauf und Immunsystem.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Wasserbädern, in die man eintaucht, und Luftbädern. Die Luftbäder wiederum werden differenziert nach Trockensauna, feuchtwarmem Bad und Dampfbad (Das Dampfbad ist nur 45 bis 60 Grad Celsius heiß, hat aber eine hohe Feuchte, sichtbaren Dampf und mindestens 100Prozent Luftfeuchtigkeit)

Alles nur heiße Luft?

Heißlufträume
(haben eine geringe Feuchte, bekannt ist die Trockensauna bei 80 bis 100 Grad Celsius) 
Warum verbrennen wir uns nicht in heißer Luft? Bäder in trockener Hitze sind eine geheimnisvolle, uralte Erfindung: Der Körper schwitzt, und durch die Trockenheit der Luft kann der Schweiß auf der Haut direkt verdunsten – dies kühlt den Körper. Der Körper wird zwar langsamer erhitzt als im Wasser, dennoch ist eine allmähliche Überwärmung unvermeidbar und auch das Ziel: In der Sauna soll eine Überwärmung des Körpers, d. h. eine Erhöhung der Körper-Kerntemperatur um bis zu ein Grad Celsius erreicht werden. Die Blutgefäße weiten sich, und die Temperatur der Haut steigt von 30 Grad sogar auf 40 Grad und noch mehr an. 
Warmlufträume (sogenannte Bio-Bäder, meistens 40 bis 60 Grad Celsius, mittlere Feuchte)
Die feuchten Warmluftbäder sind die Zwitter zwischen Trockensauna und Dampfbad: Sie sind nicht so heiß wie die Trockensauna und nicht so feucht wie das Dampfbad. Historisch haben sie ihre Vorbilder im Tepidarium der Römer oder auch im türkischen Hamam. Die Temperatur und Feuchtigkeit dieser Warmluftbäder fällt sehr verschieden aus – sie variiert zwischen 50 und 80 Grad Celsius.

Aufgüsse im Trend

Aufgüsse sind heute sehr beliebt, sie bewirken einen zusätzlichen Hitze-Kick. Im Unterschied zum Dampfbad und feuchtwarmen Bad hält sich die Feuchtigkeit aber nur einige Minuten in der Luft. Für die positive Wirkung der Sauna auf die Gesundheit ist ein Aufguss allerdings nicht notwendig.

Wärme ist gut, Kälte ist besser


Entscheidend für die positive Wirkung aller Wärmeanwendungen ist in erster Linie die ausreichende Abkühlung. Welche Art der Aufwärmung (ob trocken oder feucht) man gewählt hat, ist zweitrangig – eine halbe Stunde im Bio-Bad ist ähnlich wirksam wie zehn Minuten in der heißen Trockensauna. Wichtig: Die Abkühlphase sollte dabei so lange andauern wie die Aufwärmphase. Wir empfehlen zuerst frische Luft, dann den Schlauchguss (herzfern beginnen), dann Duschen und am Schluss ggfs. das kalte Tauchbecken. (Bei hohem Blutdruck sollte auf das Tauchbecken verzichtet werden.)
Diese Informationen und viele weitere finden sich unter www.saunasauna.de im Archiv.