heiss+kalt-Sauna-Tipps
Saunameister Frank Theilen zum schonenden und gesunden Saunabaden
Immer wieder erreichen die Redaktion von „heiss+kalt“ und den Saunameister in der entsprechenden Rubrik von www.saunasauna.de Fragen zum gesundheitsbewussten Kombinieren von Sauna, Sport, Schwimmen und Wellness. In dieser Ausgabe beginnen wir mit einer Reihe zum Ausschneiden und Abheften. Wie bei guten Kochbüchern die Grundlagen der Gewürze und des Zubereitens von Gemüse und Fleisch erklärt werden, möchten wir scheinbar einfache Grundlagen des (Sauna-)Badens beschreiben, die dennoch immer wieder nicht beachtet werden.
Zu Illustration begab sich Saunameister Frank Theilen mit seinen Söhnen Jakob und Timo in die Sülztalsauna, eine Familiensauna in wunderschöner Parkanlage bei Köln.
Foto: Schuhe vor der Tür
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Teil 1: Vor der Sauna – in der Sauna
In der Sülztalsauna angekommen, fragt Jakob, der von klein an mit dem Vater in die Sauna ging: Ich sehe immer wieder Saunagänger, die noch kurz vor Betreten der Saunakabine ein Bad im Tauchbecken nehmen oder sich unter die kalte Dusche stellen, danach noch tropfnass in die Kabine gehen. Ist das denn sinnvoll, hält man dann die Hitze besser aus?“
Frank Theilen antwortet: Nein, denn die so abgekühlte Haut muss sich in der Saunakabine zunächst erwärmen. Ist die Haut dann auch noch nass, so wird zunächst diese Nässe verdunsten und dadurch zusätzlich den Beginn der Schweißproduktion verzögern.
Zunächst schickt Frank Theilen die beiden Jungs zur Toilette und in die Dusche.
Zu Beginn des Saunabades sollte der Gang zur Toilette stehen, anschließend der ganze Körper ausgiebig und genüsslich unter der Dusche gereinigt werden. Die warmen und kalten Reize beim Saunieren regen den gesamten Stoffwechsel an, daher ist es sinnvoll, die Blase vor Beginn zu entleeren. Wer gerne schon jetzt die Haare wäscht, kann dies tun, denn die Haare werden während des Saunabadens nicht erneut verschmutzt. Im Gegenteil: der Körper erfährt durch das wechselnde Aufwärmen und anschließende Abkühlen mit kaltem Wasser eine gründliche Reinigung.
Tropfnass stehen die beiden nun auf der Wiese und wollen schon in die Kabine stürmen – nein, erstmal gründlich abtrocknen!
Foto: Abtrocknen
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Bevor man in die Saunakabine geht, sollte die Haut unbedingt abgetrocknet werden. Die Feuchtigkeit der Haut behindert das Schwitzen: Von nasser Haut würde zunächst das vorhandene Wasser verdunsten, bevor die Schweißproduktion einsetzt. Bei feuchter Haut würde der Organismus einer unnötigen und leicht vermeidbaren Belastung ausgesetzt.
Jakob und Timo setzen sich auf die unterste Bank, die Füße liegen nicht auf dem Handtuch. Nein, überall muss ein Handtuch zwischen Körper und Bank liegen. Nach oben, die zweite und dritte Bank haltet Ihr prima aus, Ihr seid ja gesund!
Foto: Jungs in der Sauna sitzend
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In einer Sauna mit ansteigenden Bänken sollte man sich ruhig auf die zweite oder dritte Bank setzen. Hier sind die Temperaturen hoch genug, um in relativ kurzer Zeit (meist 10 bis 12 Minuten) die gewünschte Überwärmung des Organismus zu erzielen.
„Was ist besser: Liegen oder Sitzen?“ fragt Timo. Liegen ist anfangs prima …
Foto: Jungs liegend.
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Wenn genügend Platz zur Verfügung steht ist es entspannend, auf der Bank zu liegen.
Kurz vor Verlassen der Kabine kann eine sitzende Position den Körper auf den Wechsel zur aufrechten Position vorbereiten. Allerdings sollten die Füße auf Höhe des Körpers auf der Sitzbank sein.
Allgemeiner Sauna-Tipp: Die warmen und kalten Reize sollten kurz und stark sein.
Weitere Tipps und Texte finden Sie unter www.SaunaSauna.de im Archiv.
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Vorschläge zum Selbermischen von Saunaaufgüssen
Merke: Mischungen, besonders die selbst hergestellten, verstärken und verlängern das Dufterlebnis. Es sollte immer einen „Leitduft“ geben. Diesem zur Seite können 1 oder 2
„Ergänzungen“ gestellt werden.
Bei allen Mischungen die Mengenangaben des Herstellers beachten.
Sich jedoch nicht bedingungslos auf diese verlassen sondern durch eigenes Ausprobieren und Experimentieren die Beste Mischung herausfinden.
Dabei gilt meistens der Grundsatz: Weniger ist Mehr!
Orange – Kokos – Grapefruit
Lavendel – Limone – Rose
Birke – Limone
Lemongras – Melisse
Fichtennadel – Latschenkiefer
Japanische Heilpflanzen – Frucht ( JHP vorsichtig dosieren, Gefahr von Augentränen)
Literatur:
Rolf A. Pieper: Sauna, Entspannung und Gesundheit, Falken Verlag
Erika Brödner: Die römischen Thermen und das antike Badewesen
Werner Heinz, Römische Thermen (Bildband)
Werner Fritsche: Sauna von A bis Z
Maria M. Kettenring Ätherische Öle für Beauty & Wellness, Ludwig Verlag
Patricia Davis: Aromatherapie von A bis Z
R.M. Gattefossé : Gattefossé´s Aromatherapie , AT- Verlag
Ott/ Hillebrecht: Aquagymnastik , Meyer&Meyer Verlag
Dr.med. R.M. Bachman: Natürlich Gesund mit Kneipp, Sauna – Matti Verlag Gütersloh
Adressen:
F.Theilen von Wrochem
Saunameister-theilen@web.de
Deutscher Sauna Bund
Kavalleriestr. 9
33602 Bielefeld
Salz-Öl-Einreibungen in der Sauna
Fragen an Saunameister Frank Theilen
Was ist der Unterschied zur normalen Salz-Einreibung?
Bei der Salzeinreibung hat man nur den Peeling-Effekt, bei dem Salz-Öl-Peeling macht man zwei Schritte in einem. Bei der Anwendung hat das auch den Vorteil, dass das Salz eine andere Konsistenz hat und dass das Öl nicht so rieselig ist.
Bei uns in der Sauna wird das Salz-Öl-Peeling als Dampfbad-Anwendung angeboten, meist gegen Ende, wenn die Gäste die Sauna schon verlassen wollen.
Der Ablauf ist so: zunächst einmal wärmen sich die Gäste vor, bis die Poren der Haut sich öffnen. (Das ist eine Wärmereaktion. Es wird auch geschwitzt im Dampfbad, aber der Schweiß geht in der Feuchtigkeit des Wassers mit auf, im Unterschied zur Sauna gibt es nicht den kühlenden Effekt des Schweißes).Danach reiche ich das Salz-Öl-Peelings im Dampfbad. Die Gäste reiben sich ein und sollen dann im Dampfbad noch kurz bleiben, damit das Salz schön einwirken kann. Allerdings ist die empfohlene Badezeit im Dampfbad relativ kurz.
Danach gehen die Gäste in die Duschen um das Peeling lauwarm abzuspülen. Dabei merkt man dann schon, dass das Öl wie ein Ölfilm auf der Haut bleibt. Danach emfpehle ich den Gästen noch, mit kaltem Wasser abzukühlen und etwas nachzuruhen. Die Haut ist jetzt gut durchblutet und der Körper kann nachschwitzen, deswegen sollte man danach die Sauna nicht zu schnell verlassen.Auf keinen Fall sollte nach dieser Anwendung noch Duschgel verwendet werden. Auf ein Eincremen kann dann verzichtet werden, wenn es der letzte Saunagang gewesen ist, da das Öl bereits in die Haut einzieht. Der Effekt ist angenehm: So wird porentiefe Reinigung mit Hautpflege verbunden.
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