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aus "heiss+kalt" - dem Magazin für Wellness und Sauna , dem Printpedant zu www.saunasauna.de:


 

Seerosen oder Schwimmen?

Badeteiche bieten beides und bringen Urlaubsgefühl in den Garten

Herausgeberin Martina Frenzel unterhielt sich mit zwei Eigentümern von Badeteichen in Süddeutschland.

Es war ein warmer Sommerabend, als Ralf und Elvira Hochmuth aus Rohrbach bei München den Entschluss, fassten, einen Badeteich anzulegen. Dabei genossen sie den Blick in die Landschaft, den kein Nachbarhaus stört. In diese Umgebung hätte ein Swimmingpool einfach nicht gepasst.

Beim Besuch in ihrem Garten an einem Sommernachmittag erzählt Elvira Hochmuth: „Das Schwimmen ist hier super, gerade auch für die Kinder. Der Teich hat ja eine Größe von 65 Quadratmetern. Aber auch wenn es kühler ist, genießen wir ihn. Gestern haben wir eine Stunde am Abend die Füße reingehängt und die Molche beobachtet, die Frösche und die Libellen. Vormittags kommen sogar die Schwalben, baden und holen sich Wasser.“

Ihre Kinder seien neun und vierzehn Jahre, und wenn es warm ist, ständig im Wasser. „Sie genießen es, dass es kein Chlor im Wasser gibt.“ Wir spazieren um den Teich; er ist in einem Steingarten angelegt, und auf dem Holzsteg kann man bequem sitzen – und auch feiern „Wir machen regelmäßig eine Teichparty“, berichtet Elvira Hochmuth. „Unsere Freunde sind mittlerweile schon ganz neidisch und haben sich erkundigt, wie so ein Badeteich funktioniert.“ Und im Winter? Da sähe der Teich immer noch gut aus, nicht so wie hässlich wie eine Poolabdeckung. Und einmal wäre er schon richtig zugefroren gewesen – „da wurde Schlittschuh gefahren!“

Seerosenteich oder Pool? Das war die Diskussion bei Familie Staudinger in Berchtesgaden. „Mein Mann wollte schwimmen, ich dagegen liebe Seerosen“, erzählt Christa Staudinger. Der Badeteich war die Lösung des ehelichen Konflikts. Der Teich ist sehr viel kleiner als der vorherige, aber mit 2,20 Metern Tiefe ein echter Schwimmteich. Staudingers betreiben ein Gästehaus, in dem Wanderer und Bergsteiger gerne Urlaub machen. Da kommt nach der Wanderung so eine Erfrischung im Teich gerade recht.

Abends wird häufig direkt am Wasser ein großer Tisch aufgebaut, an dem bis zu zwölf Personen essen oder feiern können. Das kommt gut an und wertet das Gästehaus auf. Und wie kalt ist das Wasser, gerade an den nicht so warmen Sommertagen? „Ich war im letzten September erstaunt“, erzählt Christa Staudinger, „an sonnigen September-Tagen war das Wasser immer noch 20 Grad warm.“ Auch im Winter wird der Teich zum Abkühlen nach der Sauna genutzt – so lange er nicht zugefroren ist, versteht sich.

Auf die Frage wie aufwendig die Pflege des Teiches sei, antwortete Christa Staudinger: „Ich sehe täglich danach, weil ich möchte, dass er für die Gäste immer sauber ist, das sind aber nur zehn Minuten.“ Elvira Hochmuth meint: „Höchstens eine Stunde pro Woche, manchmal müssen wir Laub rausnehmen, wir haben nebenan einen Birkenbaum.“

Schwimmteiche werden immer beliebter. Das Geräusch von fließendem Wasser oder das Barfußlaufen über wärmende Holzstege, das alles sind Attribute, die ein Urlaubsgefühl auch zu Hause vermitteln. Und wie funktioniert so ein Schwimmteich? fragten wir Andreas Müller, Geschäftsführer der Firma Oberland Sonnenwasser, die beide Teiche plante. „Unsere Systembauweise teilt sich in zwei Teichbereiche“, erklärt dieser. „Der Nutzungsbereich, der von den Besitzern aktiv genutzt wird, und einem Filterbereich. Das Wasser wird im Filterbereich  (bepflanzter Bodenfilter) durch verschiedene Kiesschichten geleitet und so auf ganz natürliche Weise gereinigt. Außerdem befinden sich in flacheren Bereichen (Regenerationsbereich) Pflanzen, die für eine natürliche Verbesserung der Wasserqualität sorgen und gleichzeitig die Naturverbundenheit bei den Benutzern ansprechen.“

Weitere Informationen: www.sonnenwasser.de

Wanderer und Bergsteiger finden das Gästehaus der Staudingers unter www.perlerlehen.de.

 

 

 
 
 
 
 
     
 
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