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aus "heiss+kalt" - dem Magazin für Wellness und Sauna , dem Printpedant zu www.saunasauna.de:


 

 

Sauna-Tipps Teil 2

Abkühlen – aber wie?

 

Immer wieder erhält die Redaktion Fragen zum richtigen Saunabaden. Um diese anschaulich zu beantworten, besuchte Saunameister Frank Theilen mit seinen Söhnen Jakob und Timo in die Sülztalsauna bei Köln. In der letzten Ausgabe stand das Thema Erwärmen im Vordergrund, dieses Mal geht es um die Kunst des Abkühlens. Übrigens: Die Sauna-Tipps kann man ausschneiden und Abheften, Saunabäder können sie auch aushängen. Weitere Tipps und Texte finden Sie unter www.SaunaSauna.de

Nach der Sauna

„Puh, mir reicht`s, ich muss raus!“, sagt Timo und verlässt das Blockhaus. „Komm, wir springen in den Pool.“ Schnurstracks gehen die beiden in Richtung des großen Außenschwimmbeckens.

„Bewegung an der frischen Luft ist optimal, um die Atemwege abzukühlen und den Kreislauf anzuregen“, erklärt Frank Theilen. „Bevor ihr aber in den Pool springt, gehen wir uns erst einmal richtig abkühlen. Kommt mit zum Wasserfall!“

Zum Abkühlen mit Wasser stehen in der Regel verschiedene Angebote zur Verfügung, so auch hier in der schönen Parkanlage der Sülztalsauna: Der Gast hat die Qual der Wahl zwischen kalter „Regen“-Dusche, Wassereimer, Wasserfall und Schlauch.

„Jeder wählt die Art der Abkühlung, die ihm gefällt. Hauptsache, der Kältereiz ist kurz und stark“, erklärt der Fachmann seinen Söhnen. Während die Wasserfalldusche einen extremen Kaltreiz bewirkt, lässt sich der Schlauchguss feiner dosieren und ist daher milder. „Ein richtig ausgeführter Schlauchguss ist die effektivste Art der Abkühlung – insbesondere zu Beginn des Abkühlens.“

 

Beim Schlauchguss wird der Wasserstrahl so eingestellt, dass er die Gliedmaßen wie eine Wand umschließt. Beginnend beim rechten Fuß gießt man zunächst aufwärts die Außenseite/Rückseite des Beines entlang bis in Hüfthöhe. Danach ebenso die Vorder-/Innenseite bis zum Oberschenkel. Anschließend macht man das gleiche mit dem linken Bein. Dann folgt der Guss des rechten Arms, beginnend an der Handaußenfläche bis zur Schulter. Anschließend die Hand- und Arm-Innenfläche. Danach folgt der linke Arm.

Der Guss sollte relativ zügig durchgeführt werden und kann bei Bedarf auch wiederholt werden. Danach geht´s noch mal unter die Dusche oder in den Pool.

„Eine extreme Art der Abkühlung ist der Sprung ins kalte Tauchbecken oder einen Badeteich“, sagt Frank Theilen.  „Das ist etwas für geübte Saunagänger, und die wissen auch, dass man vorher den Schweiß unter der Dusche abspült.“

„Saunagäste, die unter hohem Blutdruck leiden, sollten das Tauchbecken meiden und lieber den Schlauchguss wählen. Ganz auf die Abkühlung durch Wasser verzichten sollte man aber nicht, denn dann dauert es sehr lange, bis die Körpertemperatur im Innern soweit zurückgegangen ist, dass der nächste Saunagang folgen kann.“

 

„Darf ich denn jetzt in den warmen Pool?“, fragt Timo, „ich habe schon eine Gänsehaut.“ Frank Theilen: „Nein, besser ist ein angenehm warmes Fußbad. Also abtrocknen und nichts wie hin.“

Ein warmes Fußbad in knöcheltiefem Wasser bewirkt nach der Abkühlphase einen reflektorischen Reiz. Ein wohliges Wärmegefühl durchströmt den Körper, denn ausgelöst durch den Wärmereiz öffnen sich die hautnahen Gefäße und lassen die im Körperkern befindliche Wärme nach Außen dringen. Dies bewirkt eine schnelle Normalisierung der Kerntemperatur und ist damit der beste Abschluss eines vollständigen Saunaganges und gleichzeitig eine gute Vorbereitung auf den nächsten.

„Jetzt können wir auch einmal in das Schwimmbecken springen. Aber bitte nur planschen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten.  „Ausdauerndes sportliches Training sollte immer vor dem Saunabesuch absolviert werden, um dem Körper die unnötige Doppelbelastung zu ersparen.

In der nächsten Ausgabe „Ausruhen – so geht´s!“

 

 
 
 
 
 
     
 
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