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Saunieren und die Wirkung auf unsere Psyche

Ein Saunabesuch bringt viele positive Wirkungen auf unseren Körper mit. So wirkt die Sauna positiv auf die Selbstregulierungskräfte unseres Körpers, aber auch zum Beispiel heilend bei vielen Infekten und Krankheiten.

Das ist aber nicht alles und so wirkt ein Saunabesuch nachweislich auch günstig auf unsere Psyche ein. Die Hitze in der Saunakabine trifft auf das vegetative Nervensystem, welches für die Regulation der Vitalfunktionen wie Atmung, Stoffwechsel, Kreislauf, Sekretion, Wasserhaushalt und Verdauung zuständig ist. Das vegetative Nervensystem besteht aus 3 Systemen, von denen im Wesentlichen die Reaktionen der beiden bekanntesten, des Sympathikus und des Parasympathikus wichtig sind. Diese beiden gegensätzlich wirkenden Nervensysteme müssen im gegenseitigen Gleichgewicht zueinander stehen, um den Körperorganismus gesund halten zu können. Der Sympathikus setzt die Leistungsvorgänge des Körpers in Bewegung, der Parasympathikus, auch Vagus genannt, ist für die Erholungsvorgänge des Körpers zuständig. Genauer also trägt der Sympathikus durch diverse Einflüsse zu einer Zusammenziehung oder Verengung der Gefäße, zur Erhöhung der Herzfrequenz, Ereiterung der Pupillen und Bronchien oder zur Hemmung der Magen- und Darmtätigkeit bei, hingegen der Vagus das Gegenteil bewirkt. Beide Nerven haben also einen wesentlichen Einfluss auf unsere Psyche und ein Saunagang wirkt auf beide beschriebenen Regulatoren ein. Die Saunahitze bewirkt mit Ihrer Einwirkung auf den Vagus ein entspanntes, beruhigendes Gefühl. Die Gefäße werden beim Saunagang erweitert und der Blutdruck sinkt.

Die Saunahitze bewirkt bei dem Sympathikus eine erhöhte Herzfrequenz und eine ausgeprägte Tätigkeit der Schweißdrüsen. Die Abkühlphase und Ihre Anregung auf den Vagus erzielt eine Beruhigung der Herzfrequenz und der Schweißproduktion, hingegen die Abkühlphase  durch den Sympathikus eine Gefäßverengung, Blutsteigerung und einem psychisch empfundenen Frischegefühl erwirkt. Folglich erwirkt die Saunawärme eine Entspannung und die Abkühlphase mit Ihrem Kältereiz eine Anregung der Psyche.

Sauna und Hormone

Das Wechselspiel des Sympathikus und des Parasympathikus im Nervensystem, kann man mit einem Pendel vergleichen. Der Gang in die Sauna hält das Pendel gleichmäßig in Schwung. Die Botenstoffe des Sympathikus wie Kortisol und Noradrenalin werden in der Abkühlphase durch den Kältereiz auf den Körper vermehrt ausgeschüttet. Der Kältereiz wirkt stark auf den Körper ein und setzt den Sympathikus in Bewegung, hingegen in der anschließenden Ruhephase ein Ausgleich passiert und der Parasymphatikus zum Einsatz kommt.

Noradrenalin und Adrenalin sind die bieden wichtigsten Botenstoffe im Sympathikus .( Der Sympathikus ist, sowie auch der dem Parasympathikus und dem Enterischen Nervensystem,dem Darmnervensystem, ein Teil des vegetativen Nervensystems). Durch den Kältereiz während der Abkühlphase, wird vor allem Noradrenalin vermehrt ausgeschüttet. Ein Anstieg des Adrenalins wird beim Abkühlen mit Eiswasser meist nur bei Saunageübten festgestellt. Noradrenalin wirkt im Körper sehr schnell, erweitert die Herzkranzgefäße, steigert den Blutdruck, beschleunigt den Herzschlag und zieht die aterien und Venen zusammen. Das hingegen zum Noradrenalin im Körper sehr langsam wirkende Kortisol wird bei saunageübten nur bei extremen Kaltreizen vermehrt im Blut abgegeben. Vermehrt im Blut erscheint ebenfalls das das schmerzstillende Hormon Endorphin. Aktiv werden die Hormone, die den Mineralienhaushalt im Gleichgewicht halten. in der Ruhephase werden die hormonellen Veränderugen druch Gegenschwankung wieder ausgegleichen.