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Sauna ist auch im Sommer zu empfehlen.

Wer glaubt, er müsse nur im Winter in die Sauna gehen, begeht einen weitverbreiteten Irrtum. Nach einigen Untersuchungen dauert es 3-4 Wochen bis die das Immunsystem stärkende Wirkung der Sauna eingetreten ist. Regelmäßiges Saunabaden ist dabei existenziell: einmal pro Woche oder spätestens nach 10 Tagen sollte der nächste Saunabesuch stattfinden.

Dabei kann die Sauna auch im Hochsommer positiv wirken (selbst in Dubai werden heute viele Saunen gebaut). Denn im Hochsommer herrscht oft schwüle feuchte Luft, die den Kreislauf stark belastet. In der finnischen Sauna ist das Klima jedoch trocken, in Kombination mit der erfrischenden Abkühlung (idealerweise in einem Badesee) wird das Kreislaufsystem gestärkt.

Vorsichtig sollte man demnach im schwülen Sommer mit Aufgüssen sein oder auch mit feuchtwarmen Bädern, die ja ein ähnliches Klima aufweisen wie das hochsommlich-tropische Wetter.

Vielleicht kann an heißen Tagen jeder Saunagang kürzer ausfallen, da der Körper ja – ähnlich wie beim Sport – vorgeheizt ist. Auch nach Fitness-Aktivitäten sollte der Körper kurz erholen und ruhen, bevor man in die Sauna geht. In beiden Fällen – an warmen Tagen oder nach dem Sport – ist die Körperkerntemperatur schon erhöht und ein Saunagang kann danach kürzer ausfallen. Auch im Sommer kann ein warmes Fußbad nach der Sauna positiv wirken, kalt-warme Kneippbecken sollten jedoch nicht direkt nach der Sauna durchgeführt werden.

Wichtig im Sommer ist es, nach dem Saunagang nicht direkt in die Sonne zu gehen, sondern lieber im Schatten abzukühlen. In jedem Fall sollte die Abkühl-Phase genauso lange dauern wie die Aufwärmphase, zuerst ein kalter Schlauchguss von rechts unten nach links oben, dann eine Schwalldusche und am Ende das kalte Tauchbecken. Wenn man sich nun danach direkt in die Sonne legt, wird der Körper zu schnell wieder aufgeheizt, im Schatten jedoch (zumindest mit dem Kopf) kann man angenehm abkühlen. Im Sommer ist es noch wichtiger als im Winter ausreichend Flüssigkeit (Wasser, Apfelschorle) zu sich zu nehmen, da der Körper ja in der warmen Jahreszeit soundso mehr Wasser verliert als im Winter. Bei drei Saunagängen sollten grundsätzlich zwei Liter Wasser getrunken werden, im Sommer können es also zusätzlich noch etwas mehr sein. Achtung: Kaffee oder Alkohol nach der Sauna nur im Maßen zu sich nehmen!

Auch und gerade ältere Menschen sollten im Sommer mit der Sauna vorsichtig sein. Es kann gerade in warmen Thermalbädern sein, dass die Gäste nur zu gerne gerne lange im warmen Thermalwasser bleiben, direkt danach in die Sauna gehen und womöglich noch ein gutes Bier danach trinken. Nicht selten muss dann der Notdienst gerufen werden, weil der Gast einfach „umkippt“. Auch vor warmen Whirlpools nach der Sauna muss gewarnt werden. Kurzum – es gelten alle Regeln, die auch im Winter gelten im Sommer noch stärker, weil der Körper durch das warmen Klima einfach stärker belastet ist. Gerade deswegen sollte aber die Sauna im Sommer nicht vernachlässigt werden.

In deutschen Saunabädern ist die Sauna im Sommer immer beliebter, weil viele Gäste einfach gerne baden, und die Sonne genießen. Besonders beliebt, sind dabei Naturbadeteiche, die ein Baden ohne Chlor-Zusatz ermöglichen sowie Becken draußen, Außengastronomie. Mit Palmen und südlicher Musik entsteht so das echte Urlaubsfeeling auch zu Hause. Kurzum: Sauna im Sommer ist der Hit auch im Jahr 2009!

 


Mit dem Begriff „Schwitzbäder“ sind sowohl trockene finnische als auch feuchtwarme Bäder von 50-70C gemeint. Die feuchtwarmen Bäder werden in Wellness-Anlagen unterschiedlich benannt (z.B.Sanarium oder fälschlich: Bio-Sauna) und bieten andere Bedingungen in der Wirkung auf den Körper im Vergleich zur Trockensauna.

„heiss+kalt“ beschreibt ausführlich die Unterschiede zwischen Sauna, Dampfbad und feuchtwarmem Bad. Wer in einem feuchtwarmen Bad lange genug verweilt, kann ebenso die erwünschte Erhöhung der Körpertemperatur um etwa ein Grad Celsius erreichen wie in einer Trockensauna in etwa zwölf Minuten. Ein solcher langer Aufenthalt in feuchtwarmer Atmosphäre kann aber den Kreislauf mehr belasten als ein kurzer in der Trockensauna, da die Luftfeuchtigkeit das Schwitzen erschwert.

Zitat „Kölner Stadtanzeiger“ , „Manche mögen´s heiß“
„Saunen heißt ruhen – deshalb sollte man die Schwitzkur nicht mit Aktivitäten wir Sport, Schwimmen oder Whirlpool kombinieren.“
Zunächst: lSaunen heisst entspannen, nicht ruhen.
Wir meinen, Sport oder Schwimmen sollte in ausreichendem Abstand VOR dem Saunabad durchgeführt werden, bis der Körper nach sportlicher Leistung zur Ruhe gekommen ist 8ca. 10-15 Minuten) Beim Whirlpool muss beachtet werden, dass auch das Bad im warmen Whirlpool die Körpertemperatur erhöht, daher empfiehlt es sich, weder vor noch nach dem Saunagang direkt in den Whirlpool springen.

 

Martina Frenzel