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Besuch bei Heinrich Wilms – Pionier in Sachen Kiefernkernholz

Aufgrund der großen Resonanz auf den Beitrag in unserer letzten Ausgabe zur Kraft von Kiefern-Kernholz machte sich heiss+kalt-Herausgeberin Martina Frenzel persönlich auf den Weg ins niedersächsische Bad Essen, um Heinrich Wilms, den kreativen Innovator, persönlich kennenzulernen und ihm ein paar Fragen zu stellen.

h+k: Warum wird hier von Kiefern-Kernholz gesprochen? Was ist mit diesem Kern gemeint?

Die dunkle Färbung im Zentrum des Stammes lässt das Kernholz erkennen. In einem guten Jahr kann ein Baum um bis zu sieben Jahresringe verkernen, das heißt, die Gefäße im Innern des Baumes werden beim Wachsen mit antiseptischem Harz verstopft und dienen ihm als kräftige Stütze, um in die Höhe zu wachsen.

h+k: Was hat es mit diesem „antiseptischen Harz“ auf sich?
Es bewirkt für den Baum eine Art Konservierung, die verhindert, dass der Stamm von von innen verfault. Der Baum hat über die Jahrtausende Mittel gefunden, die Fäulnis verhindern. Sie dürfen nicht vergessen: Die ersten Vorfahren der Bäume tauchten schon vor 300 Millionen Jahren auf, und ein Baum kann auch heute 600 Jahre alt werden. Gerade Kiefern haben sich kontinuierlich weiterentwickelt. Es handelt sich um die meistwachsende Baumart auf der nördlichen Halbkugel, die nahezu allen Umwelteinflüssen widerstehen kann. Daher ist der Kern dieser Bäume besonders resistent gegen Keime, Bakterien und Pilze.

h+k: Wie wird dieses Kernholz von Ihnen genutzt?
Aus den Spänen gewinnen wir, nachdem wir jahrelang geforscht hatten, mit einer speziellen Methode einen Extrakt aus Kiefernkernholz, das KiefernGold. Außerdem stellen wir spezielle kurzfaserige Späne her, aus denen u. a. unsere Badmatte gefertigt wird.

h+k: Das Thema Fußpilz ist ja ein Tabuthema, über das man nicht so gerne spricht. Wieso ist die Resonanz auf das KiefernGold im Bereich Wellness so positiv?

Holz hat gerade im Wellnessbereich ein sehr positives Image – die Menschen sind interessiert an neuen Produkten aus Holz. Vor allem dann, wenn sie auch noch eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Und das ist insbesondere bei unserem KiefernGold der Fall. Das KiefernGold wirkt, auf die Haut gesprüht, antibaktierell und juckreizlindernd. Dermatologisch getestet und bestätigt wurde dies im Jahr 2006 von der Universität Greifswald. Für die Behandlung und Vorbeugung gegen Fußpilz ist es ideal, aber auch bei Neurodermitis oder Herpes.

h+k: Die Fußmatten sind nach unseren ersten Recherchen gut geeignet für private Bäder, Saunen oder Infrarotkabinen. Wie wird diese Matte hergestellt?

Die Späne werden auf ein Trägermaterial gebracht und mit einem Sprühfaden verbunden. Diese Matten werden dann mit einem atmungsaktiven Stoff umhüllt. Durch die Vielzahl an Spänen ergibt sich eine außerordentlich große, wirksame Fläche.

h+k:
Man spürt, dass „Die Kraft des Holzes“ für Sie ein Thema ist, an das Sie mit außergewöhnlichem Herzblut herangehen. Woher kommt diese Leidenschaft?

Die Aborigines in Australien nutzen die Kräfte des Harzes ebenso wie es schon die alten Ägypter taten. Es ist daher sehr bedauerlich, dass Holz heute nur noch unter drei Aspekten gesehen wird: dem statischen für Balken, dem ästhetischen als Furnier und dem energetischen zur Erzeugung von Wärme. Ich habe mich in den vergangenen Jahrzehnten für den vierten, den biologischen Aspekt des Holzes eingesetzt. Wir möchten dazu beitragen, dass die natürlichen Kräfte des Kiefernholzes wieder zeitgemäß genutzt werden. Holz ist Überlebenskraft. Diese Kraft sollten wir uns zu Nutze machen.


Weitere Informationen unter www.wilms.com

 
 
 
 
 
     
 
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