Entspannen und enschlacken.
Profi-Tipps für den richtigen , gesunden Saunabesuch
wie er so dasitzt-aufrecht, mit wachen Augen und einer gesunden Gesichtfarbe-, ist man geneigt, ihm nachträglich zuzustimmen: Günter Saecker hat am Telefon gesagt: Ich bin fast 80 und fühle wie 30. Sein Geheimnis hat der Bayreuther auch schnell erzählt: Ich gehe seit 50 Jahren in die Sauna- und nehme mir fünf bis sechs Stunden Zeit dafür.
Medizinischer Bademeister
Was der in den Vereinigten Staaten zum medizinischen Bademeister ausgebildete Saecker in den Saunen
auf der ganzen Welt erlebt hat, würde wohl Stoff für ein ganzes Buch abgeben: Die Ungewissheit ist groß. Die meisten Menschen wissen zu wenig über das Saunieren.
Allein in der Bundesrepublik gehen einer Satistik nach mehr als sieben Millionen Menschen Monat für Monatin die Schwitzkabinen. Einer Umfrage des deutschen Saunbundes zufolge, weil es gesund ist, man in entspannter Atmosphäre ausruhen und nette Leute trifft. Doch wofür das warne Fussbad gut ist, was der Aufguss bewirkt und dass man in der Sauna zwar an Gewicht verliert , jedoch nicht dünner wird - das wissen nach saeckers erfahrung die wenigsten Besucher und so möchte er Sie im Folgenden aufklären:
Geschichtlich, erzählt der 79 jährige,"hat die Sauna Ihren Ursprung in Lappland, wo man die Idee hatte, sich in Erdlöcher auf heisse Steine zusetzen. Es ist ein Irrtum dass die Ursauna in Finnland stand, vielmehr waren es die Asiaten, die das Schwitzen nach Nordeuropa und Amerika brachten.
Sieben Millionen Menschen gehen in Deutschland in die Sauna schwitzen.
Die ausgedehnten Wälder Finnlands und Russlands wurden als Brennholzdepots benutzt; mit diesem Holz wurden die Feuer entzündet, die dann die Steine erhitzten. Durch Wassergießen wurde der gewünschte Effekt, das Schwitzen, forciert.
Die Ausbreitung der Sauna setzte sich nach Deutschland fort. Der im Februar 1949 gegründete Deutsche Saunabund e.v. berichtet, dass die erste sehr einfache Sauna in Deutschland wahrscheinlich 1924 in Wünsdorf bei Potsdam entstand. Saecker ergänzt, dass Olympia Teilnehmer aus Finnland die Sauna in Deutschland publik gemacht haben.
Nach Angaben des Sauna Bundes baden in Deutschland ca. 23 Millionen Menschen, mehr oder weniger regelmäßig ,in der Sauna. Eine Statistik, die Günther Saecker eingesehen hat, bezeugt, dass etwa 7 Millionen Menschen im Monatt in die Sauna gehen. Den Menschen stehen dazu mehr als 5000 gewerbliche Saunabäder , 5500 Saunaanlagen in Hotels und Pensionenn, sowie etwa 4700 Saunaeinrichtungen in Sportanlagen zur Verfügung.
Weitere 1 000 000 Saunakabinen sind nach Auskunft des deutschen Saunabundes bisher in Privathäuser eingebaut worden. Trotz dieser hohen Frequenz stellt Günter Saecker fest, dass viele Menschen in der Reihenfolge falsch saunieren oder durch Fehlerhafte Handhabung den Nutzen mindern.
zuallerst dient die sauna der Entspannung, der Entschlackung und der Stärkung der Abwehrkräfte. Das Bad hat zudem für die Haut eine kosmetische Wirkung .
Vor dem Besuch der Schwitzkabinen ist es wichtig, nicht allzu viel zu essen., der Magen sollte jedoch auch nicht knurren. Zwischen den Saunagängen zu trinken und zu essen ist kontraproduktiv, da der körpereigene Stoffwechselvorgang im Ablauf gestört wird und den Nutzen mindert. Der Bayreuther ergänzt:
Und vor dem Saunabaden soll man aus hygienischen Gründen unbedingt vorher duschen und reinigen.
Vor dem ersten Gang empfiehlt Saecker ein Dampfbad aufzusuchen. Dies hat zwischen 40 und 50 Grad Temperatur und eine relative Feuchte von fast 100 Prozent. Dadurch wird die Muskulatur gelockert. Durch die eingeatmeten Dämpfe werden die Bronchen aktiviert. und die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad erhöht. Nach etwa 10 bis 15 Minuten Aufenthalt im Dampfbad, sollte man sich abduschen und rund 15 Minuten ruhen, damit sich der Kreislauf wieder einpendeln kann.
1. Saunagang:
Die Sauna jeweils nur mit ganz trockener Haut betreten, damit die Schweißbildung nicht gestört wird. In einer finnischen Sauna mit 95 Grad hat man laut Saecker auf der mittleren Sitzbank die optimale Temperatur und einen günstigen Wärmeschub. Etwa 15 Minuten Aufenthalt in der Kabine reichen laut Saecker. Der Saunabund ergänzt: Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Anfänger können auch schon nach 8 Minuten genung haben.- bei weniger als fünf Minuten aber, hat der Besuch der Saunakabine keinen Nutzen.
Erst an die frische Luft
In den letzten 2 Minuten vor Verlassen der Sauna sollte man sich aufsetzen, damit der Kreislauf sich wieder an die aufrechte Haltung gewöhnt. Bei Anfängern und Personen die schwer schwitzen, empfiehlt Saecker , vor dem ersten Gang ein warmes Fussbad zu nehmen, damit sich die Gefäßbahnen öffnen. Nach dem Saunabad nicht sofort unter die Dusche oder ins Tauchbecken. Kühlen Sie sich erst an der frischen Luft ab, der Körper benötigt jetzt Sauerstoff, rät der Saunabund.
Abkühlung:
Danach sollte man den Kreislauf mit Hilfe eines Wasserschlauchstrahls abbremsen. Die Technik erläutert Günter Saecker: Das Schlauchende umgekehrt halten und das Wasser von unten nach oben führen. Im Sinne des Kneippgusses linkes Bein von innen nach außen, rechter Arm das Gleiche und rechtes Bein und linker Arm, -so verläuft der Kreislauf- , dann Hals , Mund ausspülen, dann Brust, Herz und anschließend Rücken benetzen.
Nun kann man langsam ins Kaltwasserbecken abtauchen, und sich dann wieder mit der kalten Schwalldusche weiter abkühlen. Das warme Fussbad, das nun an der Reihe ist, hat folgenden Sinn:
Durch die Kaltwasserbehandlung haben sich die Gefäße zusammen gezogen. Nun werden sie wieder erweitert. Zudem vermittelt das Fussbad ein wohliges Wärmegefühl. Nun sollte der Badegast 15 -30 Minuten ruhen, bevor er zum zweiten Gang in die Kabine geht.
Effekt: Durch den Saunagang, erläutert Saecker, steigt der Puls um etwa 50 Prozent an. Herz und Kreislauf
erbringen Schwerstarbeit.
Drei Gänge reichen aus
Das Blut dickt sich durch den Wasserentzug ein, der Blutdruck sinktr und die Nieren arbeiten mit Hochdruck und entschlacken den Körper von Giftstoffen- Darunter die Radikalen, Harnstoff- und - Säure mit Schwermetallen. Dies wurde nach Schweißuntersuchungen im Labor festgestellt. - womit auch der anschließende harndarng zu erklären ist.Laut dem deutschen Saunabund reichen 3 Saunagänge hintereinander zum Erreichen der angestrebten gesundheitlichen Ziele aus.
Der Aufguss:
Die meisten Saunagänger schätzen den Aufguss als einen Höhepunkt der Wärmeentwicklung. Epfindliche Personen so der Saunabund , können ihn entbehren. Auch ein Saunagang ohne Afguss ist voll wirksam.
Günter Saecker erklärt: Der Aufguss erhöht und fördert zusätzlich das Schwitzen und führt zum gewünschten Reinigungseffekt, da Schlacken und Giftstoffe auch über die Poren den Körper verlassen. Das Schlagen mit dem nassen Handtuch reißt den Schweißfilm körperlich ab, damit der Körper nachschwitzen kann.
Auch werden durch die verschiedenen Ölessenzen die Bronchien belebt.
Häufige Fehler
Das Baden in lauwarmen Wasser zwischen den Gängen ist laut Saeckernicht ratsam, da das Gefäßtraining durch das warme Wasser gestört wird. Durch den kurzen Kältereiz ist die Wirkung auf den Körper am intensivsten. Durch die künstliche Erhöhung der Körpertemperatur in der Sauna, werden manche Bakterien und Viren geschwächt. Der regelmäßige Besuch der Schwitzkabinen ist daher eine sinnvolle Abwehrmaßnahme gegen Infektionen und stärken das Immunsystem. Der Satz, "ohne Schlappen in die Sauna tappen", hat laut Saecker einen bedeutenden Sinn: Die Badeschlappen oder Schuhe , so sinnvoll sie im Außenbereich der Sauna sind, sollten immer vor der Kabine stehen gelassen werden.
In der Saunakabine sind sie Gift im wörtlichen Sinne, da sich durch die Hitze Gummi- und Kunststoffteile auflösen und verdunsten können.
Die Angst vor Fusspilz ist bei richtigem Verhalten unbegründet. Das besondere Saunaklima mit Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad und der geringen Luftfeuchtigkeit von fünf bis 20 Prozent, lässt den hitzeanfälligen Erreger Trichophyton rubrum laut Saecker, der Fachberater für Mikro und Immunologie war, keine Chance.
Großes Liegetuch
Der Saunabund zitiert zudem den Bäder-Hygieniker Friederich Tiefenbrunner, (Universität Innsbruck), der vorsichtshalber rät, in der Kabine die Auftrittsbank wegen der dortigen Temperatur von 40 - 50 Grad und einer höheren relativen Feuchte, nicht zum Liegen oder zum SDdiotzen zu benutzen.
Ein ausreichend großes Liegetuch muss nach Tiefenbrunner konsequent unter den Körper gelegt werden, um die ablaufenden Schweißtropfen rasch aufzunehmen und damit eine verstärkte Anreicherung von Mikroorganismen auf den Bänken zu vermeiden.
Saecker ergänzt:
Fußspray Desinfektionsanlagen sind nicht nur hygienisch unsinnig, sondern wegen der Gefahr von Allergien
sogar gesundheitsschädlich.
Bisher gibt es keine aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchung, dass Fußpilzanlagen in Bädern und Saunen Fußpilzinfektionen verhüten, so entschied das Bundesgesundheitsamt schon vor 10 Jahren.
Zu viele Bakterien?
Keine Sauna ist keimfrei, sondern nur keinarm, betont Saecker. Mikroorganismen, vor allem Bakterien, in Sauna, Warmluft und Dampfbädern sind ein integrierter Bestandteil der menschlichen Existenz. Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel und schützen einzelne Bereiche des Körpers. Die menschliche Haut ist mit verschiedenen Bakterienarten besiedelt, man spricht von der "Normalflora". Die Haut verfügt über Schutzeinrichtungen durch ein sauren PH Bereich (Säuremantel), und sind daher für die Träger harmlos und trainieren sogar das Imunsystem.
Wenn aber Keime in so hoher Dichte vorliegen, dann ist die Schutzwirkung eingeschränkt und es können bei imungeschwächten Personen Infektionen verursachen. Eine kürzlich vom ZDF veröffentlichte Studie, die Saecker vorliegt, hat Stichproben zur Hygiene in Erlebnisbädern durchgeführt. . Es wurden auf Sitzplätzen, Umkleidekabinen, Füßböden ind in Whirlpoolen chemische Verunreinigungen und bakteriellen Belastungen festgestellt. Der Schweiß ist der größte Bakterienträger, ( Darmbakterien, E.coli, Stapholokokken verschiedener Arten). Auch diese Anzucht wurde mikrobiologisch in Studien nachgewiesen.Gelingt es die überproportionale Anreicherung der Normalflora durch entsprechende Pflege und Reinigung einzudämmen, stellen sie für den gesunden Besucher kein Problem dar .
Das Abseifen nach den Saunagängen ist unsinnig und mindert den Nutzen, da durch die Schweißabsonderung die Haut als größtes Organ gründlich gereinigt ist und durch die Seife die jetzt geöffneten Poren erneut geschlossen werden.
Wer darf nicht schwitzen?
Bluthochdruck: Auch als Hochdruckkranker darf man in die Sauna gehen.Die gefäßentspannende Wirkung der Aufwärmphase wirkt sich sogar günstig aus. Die abrupte Abkühlung sollte allerdings vermieden werden. Wenn Hypertoniker deren Blutdruckeinstellung schlecht gelingt, schwere Begleiterscheinungen des Herz- und Kreislaufsystems haben, müssen diese auf die Sauna verzichten. Wer niedrigen Bluhochdruck hat , muss in der Kabine aufpassen, der Blutdruck fällt in der Sauna weiter ab.Die Fließfähigkeit des Blutes verlangsamt sich den Schweißverlust. Hier müssen in jedem Fall die Ruhezeiten eingehalten werden.Vernünftig ist es in jedem Fall vor dem ersten Saunabesuch den Hausarzt zu fragen.
Kinder mitnehmen?
Die Sauna ist in erster Linie ein ort der Ruhe und der Entspanunng . Kinder unter 14 Jahren haben in der Regel selten Lust, über Stunden hinweg leise und ruhig zu schwitzen und sich auszuruhen. Mit Rücksicht auf andere Saunagänger sollten sie daher nicht in öffentliche Saunen mitgenommen werden.
Günter Saecker, Sauna Experte
Tel: 0921 - 480376
Sprechzeiten Mo,MI,Fr 17.00 - 18.00 Uhr
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