Keime und Bakterien in der Saunalandschaft
Erkundung Beurteilung und Konsequenzen.
Über Keime und Bakterien in der Saunalandschaft wird nicht gerne gesprochen. Es bedarf einer aufklärenden, fachlichen Betrachtungsweise, da dieses Thema in den Medien und Fachbüchern oft unerwähnt bleibt. Eine vollständige Keimfreiheit gibt es nie, aber man ist bestrebt, eine so genannte Keimarmut zu erreichen und bakterielle Einflüsse zu vermeiden. Bakterien in der Saunalandschaft können bei einem angeschlagenen Immunsystem zu septischen Hautinfektionen führen. Hautärzte können davon ein Lied singen, erfahren aber selten die Ursachen, da zwischenzeitlich die Inkubationsphase-Verweildauer liegt und der Patient sich nicht mehr an den Saunabesuch erinnert und auch an solche Infektionsherkunft nicht glaubt. Es ist also an der Zeit darüber aufklärend zu berichten und Hintergründe ausführlich zu beleuchten und zu beschreiben. Fakt ist, dass jeweils 10 Saunabänke und Baderäume im Raum München und Köln einem mikrobiologischen Hygiene-Check von dem Mikrobiologen Dr. Friedeich W. Tille unterzogen und dabei bewiesen wurde, dass Badene immer in Gesellschaft von pathogenen Keimen sind.
Zur Feststellung der Keime werden Proben mit Nähragar auf die Kontaktfläche gehalten, die dann das Wachstum der Keime abgrenzend anzeigen.
Nach den Erkenntnissen von Dr. Friedeich W. Tille sind 10 Bakterien pro cm² durchaus normal, jedoch wurden aber 45 -100 Keime pro cm² bei seinen Tests nachgewiesen. Bei einem gesunden Menschen stellt dies kein Problem dar, kann aber bei einem schwachen Immunsystem zu allgemeinen Hautinfektionen und bei Einbruch in die Blutbahn zu septischen Reaktionen führen. Schweiß ist der größte Bakterienträger und kann Coli- und Pseudomonas Keime ausscheiden. Angst vor Fußpilz muss man in der Saunakabine allerdings nicht haben, denn dort entsteht er aufgrund der hohen Temperaturen nicht. Da er sich allerdings in den feuchten Badebereichen breit macht, sollte man außerhalb der Sauna auf jeden Fall Fußschutzbekleidung tragen. Zu empfehlen sind z.B. Bio Slipper, die sich durch ihre antibakterielle Eigenschaft auszeichnen und ein von Ihrem Hautarzt verschriebenes Fußspray. Die Fußpilzanlagen in Saunalandschaften und Schwimmbädern wurden vor 14 Jahren vom Bundesgesundheitsamt für unsinning erklärt, da sie Allergien auslösen können. Da der Trichophyton (Fußpilz) feuchtigkeitsabhängig entsteht, ist die Fußpilzanlage kontraindiziert. Wenn man insgesamt über diese weit ausgeholte Keim-Bakterienphase im Saunabereich nachdenkt, ist es im Sinne der Gesundheitsförderung notwendig, die Grauzonen der Saunabetriebe mit einem Qualitätssiegel zu benoten.
Missstände, wie sie leider immer wieder vorgefunden werden, sollten durch fachliche Gesundheitsaufseher behoben werden. Behördliche Erhebungen machen deutlich, dass von über 8000 Sauna- und Fitnessstudios bisher nur ca. 270 den TÜV beantragt haben, und davon nur 48 Betriebe das Qualitätszeichen des deutschen Saunabundes erhalten haben.
Günter Saecker,Sauna Experte, Bayreuth
Tel: 0921 - 480376
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