Die beliebtesten Sauna-Irrtümer
Je größer die Thermen, je vielfältiger die Möglichkeiten des Saunierens und Badens, desto größer sind auch die Möglichkeiten, Fehler zu begehen.
Gerade weil man weder Wellness noch Sauna „lernt“ und Fehler häufig von einem Gast zum anderen übernommen werden, wird genaue Information immer sinnvoller.
So informieren die Portale des Deutschen Sauna bunds ebenso wie www.SaunaSauna.de oder www.Sauna-Fuehrer.com über alle wichtigen Aspekte des Saunabadens. Das Wellnessmagzain heiss+kalt liegt in den wichtigsten Thermen und Saunabädern aus und informiert regelmäßig nicht nur über alle Aspekte des Saunabadens sondern auch über Wellness-Anwendungen und einen gesundheitsorientierten Lebensstil.
Leider sind auch die Bäder selbst oft an Fehl-Informationen beteiligt. Hoher Konkurrenzdruck zwischen Wellnesseinrichtungen macht es offenbar notwendig, immer heißere und längere Aufgüsse anzubieten, oder beim Angebot der Badeformen mehr Wert auf Exotik als auf gesundheitliche Wirkung zu legen.
Hier die beliebtesten Sauna-Irrtümer:
1) Je heißer, desto besser
Viele meinen heute, dass sie erst dann die Immunabwehr stärken, wenn sie exzessiv geschwitzt haben, denken jedoch dfabei wenig ans Abkühlen.
Falsch: Schwitzen ist zwar wichtig, die Immunabwehr wird jedoch erst durch die richtige und ausreichende Abkühlung gestärkt. Wer also nur lauwarm abduscht oder gleich nach dem Abduschen ins lauwarme Becken springt, schwächt die sog. „abhärtende“ Wirkung. Umgekehrt sind heiße Aufgüsse zwar ein angenehmer Hitze-Kick, aber verstärken nicht unbedingt die positive Wirkung auf die Gesundheit
2) Ich schwitze in der „Bio-Sauna“ oder im Sanarium besser als in der Sauna
Falsch: was man spürt ist nicht der Schweiß, sondern durch die hohe Feuchtigkeit legt sich in ein Feuchtigkeitsfilm auf die Haut. Dabei handelt es sich also nicht um Schweiß, sondern um Wasser auf der Haut.
3) Die trockene Sauna trocknet die Haut aus, während im Dampfbad die Haut mit Feuchtigkeit versorgt wird
Falsch: auch die Sauna verstärkt die Durchblutung und sorgt so für bessere Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit (siehe Artikel aus der letzten Ausgabe, der beiliegt)
4) Vor dem Verlassen der Sauna sollte man sich noch mit Duschgel abduschen, um den Schweiß abzuwaschen
Falsch: Der pH-Wert ist durch das Saunieren so gut wie nie, die Haut porentief gereinigt. Duschgel stört diesen Vorgang der natürlichen Reinigung. Nicht umsonst, war das Schwitzbad ja ursprünglich auch ein Reinigungs-Bad (es war leichter, eine Grube zum Schwitzen zu graben und diese mit heißen Steinen zu erhitzen als Wasser zum Baden zu erhitzen). Müssen die Haare gewaschen werden, so kann man dies natürlich tun.
5) Es gibt Menschen, die schwitzen einfach nicht gut und sind für die Sauna nicht geeignet
Falsch: Regelmäßiges Saunieren trainiert auch das Schwitzen. Nach mind. 3-6 Saunabesuchen (1x pro Woche) stellt sich bei den meisten Menschen ein solches Training en. Dabei sollte man nicht unbedingt ins feuchtwarme Bad (Biosauna) gehen. Man kann auch als Anfänger die trockene Sauna besuchen (auch wenn dies zunächst ungewohnt scheint). Wem es zu heiß ist, der sollte sich auf die untere Bank setzen. Zudem schwitzt man bereits nach einigen Sekunden, auch wenn man dies nicht sieht, denn der Schweiß verdunstet zunächst in der trockenen Luft (siehe heiss+kalt Artikel).
6) Nach der Sauna sollte man ein Kneipsches Fußbad mit heißem und kaltem Wasser im Wechsel nehmen
Falsch: Nach der Sauna sollte NUR ein warmes Fußbad oder ein kalter Ganzkörper-Guss genommen werden. Leider informieren viele Bäder ihre Gäste hier falsch oder gar nicht, indem sie ein Kneippsches Fußtretbecken direkt vor der Sauna aufbauen.
7) Nach der Sauna ist es sinnvoll, einen Whirlpool oder ein heißes Solebecken zu besuchen
Falsch: nach dem Saunagang sollte unbedingt ausreichend abgekühlt werden, bevor die nächste Wärme-Anwendung besucht wird. Auch bei Whirlpool oder warmem Thermalwasser handelt es sich um Wärme-Anwendungen, die ebenso wie die Sauna die Körpertemperatur erhöhen. Wer zwischendurch nicht ausreichend abkühlt mindert die Immunabwehr stärkende Wirkung (siehe oben) und belastet den Kreislauf oft zu stark.
Auch bei hohen Außentemperaturen im Sommer sollte man dies berücksichtigen.
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