Sauna Suche

Sauna-Deutschland
Sauna-Österreich
Sauna-Schweiz
 
Rund ums Saunieren
Richtig saunieren
Mehr als Schwitzen
Frauen-Special
Ursprünge
Sauna-Typen
Anwendungen
Sauna-Archiv
   
Ratgeber
Saunabau
Infrarot
Massivholzsauna
Blockhaussauna
Saunaholz
Fass-Sauna
Gartensauna
Sauerstoffsauna
Saunasteuerungen
Aufgussmittel
Saunaofen
Saunasteine
Sauna-Einrichtung
Sauna-Renovierung
Dampfbad
Naturbadeteiche
Saunaliegen
Multifunktions-
Kabine
Saunazubehör
Consulting
Saunalicht
   
Marktplatz
Händlerverzeichnis
Sauna-Hersteller
Händlersuche
Sauna-Shop
Infrarot-Shop
Schwimmbad
Händler
Whirlpool-Shop
Weiterbildung
Betreiber-Shop
Hamam
   
Sauna Community
Der Sauna-Meister
Mitsaunzentrale
Gewinnspiele
Fachforum
   
Service
Sauna-Reisen
Sauna-Events
Buchtipps
Fachzeitschriften
Neueröffnungen
Newsletter
Wellness Reisen
   
Kunden-Login
Name:
Passwort:
Login | Sauna-Eintr.
 
 

Der folgende Textauszug stammt aus dem Ratgeber „Sauna, Dampfbad & Co.“ Aller Rechte liegen beim compact Compact Verlag, München

 

Die Sauna und ihre Verwandten

Finnische Sauna

Sie ist der Klassiker unter den Schwitzbädern. Die Sauna verwendet trockene Hitze, wobei die Temperaturen in der Regel zwischen 85 und 100 °C liegen, bei einer Luftfeuchtigkeit von fünf bis maximal 10 Prozent. Wegen der hohen Temperaturen und der niedrigen Luftfeuchtigkeit wird das Klima in der Sauna auch gerne mit dem Wüstenklima verglichen. Damit ist die Sauna kein Dampfbad, auch wenn sie in Deutschland früher häufig so bezeichnet wurde, was teilweise zu Verwirrungen führte.

Die heutige Saunakabine ist mit hellem, naturbelassenem Holz ausgekleidet, da dieses sich im Gegensatz zu anderen Materialien bei den sehr hohen Hitzegraden nicht übermäßig aufheizt. Auf Steinen etwa würde man sich leicht ernsthafte Verbrennungen zuziehen. Man sitzt oder liegt auf Holzbänken, die in drei verschiedenen Höhen angebracht sind, sodass sich drei unterschiedliche Temperaturbereiche ergeben, die von unten nach oben heißer werden. Wichtig ist, ein ausreichend großes Handtuch unterzulegen, damit kein Schweiß auf das Holz tropft.

Herzstück der Sauna ist der Saunaofen, der früher mit Holz beheizt wurde; mittlerweile geschieht dies in der Regel mit elektrischem Strom.

Auf dem Saunaofen liegen Steine, die vor allem für den Aufguss wichtig sind. Hierbei wird Wasser, dem Duftstoffe oder Kräuteressenzen beigesetzt sein können, über die Steine gegossen, wobei sich durch den Dampf für kurze Zeit die Luftfeuchtigkeit erhöht und sich dadurch noch einmal ein kräftiger Hitzeschub ergibt.

Die Auswirkungen der Sauna auf den gesamten Körper sind vielfältig und inzwischen wissenschaftlich recht gut erforscht. Viele Kur- und Rehakliniken setzen deshalb mittlerweile das gesunde Schwitzbad als Naturheilverfahren zur Behandlung verschiedener Leiden ein. Im Vordergrund stehen dabei stehen dabei die Wirkungen das gesunde Schwitzbad als Naturheilverfahren zur Behandlung verschiedener Leiden ein. Im Vordergrund stehen dabei die Wirkungen auf den Kreislauf, denn der Pulsschlag wird schneller, während der Blutdruck sinkt. Auch die Elastizität der Gefäße wird gefördert, wofür vor allem der Wechsel zwischen heiß und kalt verantwortlich ist.

Daneben stärkt das Saunabad das Immunsystem, entschlackt und ist gut für die Haut. Abgesehen davon fühlt man sich nach der Sauna einfach gut, denn sie löst Anspannungen, und Seele, Geist und Körper können sich wieder einmal so richtig gut erholen.

Dampfbad

Im Gegensatz zur trockenen  Saunaluft beträgt die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad nahezu 100 Prozent. Ein Kessel erzeugt übersättigten Wasserdampf, der durch Röhren in den Baderaum eingeleitet wird. Die Temperaturenliegen hier mit etwa 50 bis 55 °C entsprechend niedriger. Das hat seinen guten Grund, denn bei größerer Hitze würde der Wasserdampf zu Hautverbrühungen führen. So, wie die Sauna gerne mit der Wüste verglichen wird, entspricht das Dampfbad mit seiner feuchten, warmen Luft am ehesten dem Klima der tropischen Regenwälder. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ist der Baderaum nicht mit Holz, sondern mit Steinen ausgekleidet, auf denen es sich bei den relativ niedrigen Temperaturen gut aushalten lässt.

Das Gefühl, beim Dampfbad mehr zu schwitzen als in der Sauna, ist ein Trugschluss, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Da die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist und keine weitere Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, vermag der Körper nicht richtig zu schwitzen. Der vermeintliche Schweiß ist in Wirklichkeit zu einem Großteil Wasserdampf, der auf der relativ kühlen Körperoberfläche kondensiert.

Aus diesem Grund ist das Dampfbad für den Kreislauf belastender als die Sauna, da der Körper sich nicht durch Schwitzen abkühlen kann.

 Besonders für die Atemwege ist das Dampfbad sehr wohltuend, aber auch bei rheumatischen Beschwerden wirkt es angenehm. Darüber hinaus regt es den Kreislauf an und löst Muskelverspannungen. Die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit reinigt und pflegt die Haut und macht sie besonders weich und geschmeidig. Vor allem Menschen mit trockener Haut wissen dies zu schätzen. Die entspannende Wirkung ist größer als die der Sauna, und da diese Form des Bades gleichzeitig auch müde macht, wirkt sie ganz hervorragend gegen Stress und Schlafstörungen.

Orientalische Bäder

Das orientalische Badehaus hat eine lange Tradition und ist im arabischen Raum immer noch ein beliebter Treffpunkt, wo man nicht nur badet, sondern auch gesellig beisammen ist und plaudert. Im Orient geht es hier mitunter lebhaft zu, ganz im Gegensatz zur ruhigen und meditativen Atmosphäre in den orientalischen Schwitzbädern der Wellnessoasen. Strenge Hygienevorschriften und Reinigungsrituale gehören zum Islam, und so ist der Hamam tief in der muslimischen Kultur verwurzelt. Ziel des Badehauses ist es, sich körperlich und geistig zu reinigen; man soll den Alltag vergessen und sich entspannen.

Auch in deutschen Saunalandschaften gibt es mittlerweile Hamams. Sie gliedern sich grob in zwei Bereiche, nämlich den Schwitz- und Reinigungsbereich sowie den Ruhebereich. Für jeden von ihnen sollte man sich eine bis eineinhalb Stunden Zeit nehmen, sodass für einen kompletten Badegang rund drei Stunden einzuplanen sind. Auf das Badeerlebnis stimmt man sich zunächst im Ruheraum ein, nachdem man sich entkleidet und in ein Tuch gewickelt hat, denn in den Hamam geht man nicht nackt.

Der erste Raum ist der Soguglug. Bei Temperaturen um 40 °C strahlen Wände, Decken und Böden eine angenehme Wärme aus. In jedem Raum stehen Becken mit warmem Wasser, mit dem man sich begießen kann. Nach etwa zehn Minuten geht es weiter ins Kaynak, ein Warmbad, das die Muskeln lockert. Herzstück des Hamam ist Hararet, das Haus der Wärme. Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 45 °C lassen den Schweiß ordentlich fließen, machen die Haut rein und weich, und bereiten so für den eigentlichen Höhepunkt vor.

Im Ovmalik, dem Massageraum, ruft dann der Hamam-Meister, der Tellak, zur Massage auf den so genannten Nabelstein aus Granit oder Marmor. Zunächst rubbelt er mit einem rauen Handschuh Schuppen und Unreinheiten ab, sodass die Haut porentief rein wird. Dabei geht er aber nicht unbedingt zärtlich vor. Anschließend seift er den Badenden mit einem Wolltuch ein und massiert ihn. Zum Schluss erfolgt noch ein Guss mit eiskaltem Wasser, der die Lebensgeister wieder weckt. Anschließend begibt man sich in den Ruheraum, wo man sich bei einem Glas türkischen Tees entspannt. Danach werden Sie sich sicher wie neugeboren fühlen.

Ein ganz besonderes Vergnügen, das Sie sich unbedingt einmal gönnen sollten, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, ist das orientalische Schlammbad Rhassoul (Rasulbad), das schon Kleopatra schätzte. Zunächst erfolgt wieder eine gründliche Reinigungsdusche. Im Rhassoul-Raum können die Badenden sich dann mit reichlich Heilschlamm einreiben, wobei für verschiedene Körperpartien unterschiedliche Schlammsorten bereitstehen. Das Bad beginnt mit etwa 38 °C und trockener Luft, und steigert sich im Verkauf auf ungefähr 50 °C und annähernd 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Der Schlamm wird so wieder feucht und prickelt leicht; er soll in die Haut eingerieben werden. Währenddessen ziehen Düfte durch die Luft, die von Kräutern herrühren, die am Ofenrost bedampft werden.

Zum Abschluss erfolgt ein warmer Regen, der den Schlamm wieder abspült. Nach der gründlichen Reinigung wird der Körper mit duftenden Ölen eingerieben. Der Effekt ist ein Ganzkörperpeeling, das die Hornschicht und abgestorbene Zellen entfernt; die Haut wird dadurch wunderbar weich und zart. Darüberhinaus löst das Schlammbad Schadstoffe und Schlacken, die Kräuterdämpfe befreien die Atemwege. Es überwärmt den Körper leicht und entspannt dadurch, ohne jedoch den Kreislauf übermäßig zu belasten.

Sauna, Dampfbad & Co.

Compact Verlag

ISBN 978-3-8174-6287-2

80 Seiten, vierfarbig, Broschur, Format 16,8 x 19,4 cm

4,95 €