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Russisches Weniksritual
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Oft werden dem Aufgusswasser Kräuteressenzen beigegeben. Auch Einreibungen mit Salz und Honig sind üblich. Nach alter russischer Tradition klopft man sich danach vorsichtig mit Weniks ab – in warmes Wasser getauchte, getrocknete Birkenzweigbündel. Die Wenikszeremonie war schon für die russischen Zaren ein genussvolles Ritual der Reinigung und Verjüngung. Durch das Abschlagen wird die schweißtreibende Wirkung des Dampfbades erheblich intensiviert, der Kreislauf angeregt und die Durchblutung der Haut verbessert. Birke wirkt entzündungshemmend, reinigend und soll eine optimistische Stimmung hervorrufen. Zwischen den Weniksbehandlungen kühlen sich die Badenden immer wieder draußen ab.
Eine russisch-karelische Wellnesslandschaft bieten die Badegärten Eibenstock im sächsischen Erzgebirge. „Feuer sprühe, Ofen glühe, um zu schwitzen, bleib hier sitzen“ ist in die Balken des tonnenschweren „Hühnerfußhäuschens“ der Hexe Babajaga geschnitzt. Das Badehaus im Stil altrussischer Baukunst steht nur auf einem Mittelfuß, der mit Baumwurzeln verkleidet wurde.
Erholungssuchende lassen sich in Eibenstock verzaubern von uralten Kräuterbadrezepten einer geheimnisvollen Hexenwelt. Nach russischem Vorbild eingebettet in eine naturnahe, waldreiche Umgebung kann der Gast den spirituellen Geist der Reinigung und Heilung von Körper, Geist und Seele spüren. Mit den Zauberkünsten der Hexe Babajaga und dem Hexenkult wollen die Badegärten eine unverwechselbare, erlebbare Eigendynamik in Gang setzen, die die Sehnsüchte, Probleme und Wünsche der Menschen anspricht.
„Die Besucher erleben eine magische Welt aus Wasser, Farben, Düften, exotischen Pflanzen und Musik“, sagt Geschäftsführer Hendrik Pötter. „Wenn die Menschen bereit sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und aktiv für sich und ihre Gesundheit etwas zu tun, werden sie bald merken, wie sich wie durch Geisterhand Türen und Tore öffnen, geheime Wünsche sich erfüllen und ersehnte Ziele in greifbare Nähe rücken.“
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