Verantwortung für die eigene Gesundheit
Was bedeutet eigentlich Prävention?
Von Florian Schönwetter
Prävention ist heut’ ein aller Munde. Aber was versteht man eigentlich darunter? Prävention bedeutet Vorbeugung, die darauf abzielt, Krankheiten oder eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu vermeiden. Während Therapie im Rahmen ambulanter und/oder stationärer Heilbehandlung immer erst einsetzt, wenn ein gesundheitlicher Schaden eingetreten ist, soll Prävention Krankheiten im Vorfeld verhindern.
Fast alle gesetzlichen Krankenkassen bieten Präventionsprogramme an und fördern diese finanziell. Das Ziel dieser Programme ist es, den Versicherten Anregungen zu einem bewussten und nachhaltig gesünderen Lebensstil zu vermitteln bevor es zu negativen gesundheitlichen Entwicklungen kommt. Es gibt eine Vielzahl von Kursangeboten, die verschiedenen Handlungsfeldern der Prävention zugeordnet werden. Bewegung (z. B. Nordic Walking oder Wassergymnastik), Entspannung (z. B. Yoga oder Antistress-Management), Ernährung (Ernährungsberatung) und die Suchtprävention (z. B. die Förderung des Nichtrauchens oder ein gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol). Die Krankenkassen bezuschussen in der Regel einen Kurs je Handlungsfeld pro Kalenderjahr sofern sie den vorgegebenen gesetzlichen Richtlinien entsprechen.
Krankenkassen bieten Ihren Versicherten bei der Kurswahl zudem verschiedene Optionen. Das sind zum einen wohnortnahe Angebote, aber immer öfter auch Kursangebote, die im Zuge von Präventionsreisen wahrgenommen werden können. Bei diesen Angeboten werden Schwerpunkte gesetzt, indem den Versicherten zwei Kurse, je ein Kurs aus einem Handlungsfeld, vorgestellt werden (z. B. Nordic Walking – Bewegung in Kombination mit Yoga – Entspannung). Mit diesem Konzept wird sichergestellt, dass die Kurse die notwendige Nachhaltigkeit erzielen. Das langfristige Ziel der Präventionsangebote ist es nämlich, das vor Ort Erlernte mit in den Alltag zu übernehmen und eigenverantwortlich weiterzuführen.
Mit Präventionsreisen erreichen Krankenkassen übrigens weitaus mehr Versicherte als mit wohnortnahen Präventionskursen. So liegt der Anteil von Männern in wohnortnahen Präventionskursen bei lediglich 20 Prozent. Mit Präventionsreisen hingegen erreicht die Quote der männlichen Versicherten beachtliche 45 Prozent. Auch investieren die Versicherten bei der Buchung einer Präventionsreise in ihre persönliche Gesundheitsvorsorge, und entsprechen damit schon heute einem wichtigen Ziel der zukünftigen Gesundheitspolitik, nämlich die Eigenverantwortung der Menschen für die eigene Gesundheit zu stärken. Bei Präventionsreisen tendiert die Kursabbruchsquote übrigens gegen Null, wohingegen bei wohnortnahen Präventionskursen viele Kurse aufgrund kontinuierlichen Teilnehmerschwunds während des Kursverlaufs oftmals nicht zu Ende geführt werden können.
Es gibt natürlich auch immer wieder kritische Stimmen, die die Bezuschussung von Präventionsangeboten in Frage stellen wollen. Vertreter von Ärzteverbänden merken in letzter Zeit immer wieder an, die „Patienten“ würden vor Antritt ihrer Präventionsreise keine ärztliche Voruntersuchung in Anspruch nehmen. Das macht auch keinen Sinn, denn Ziel der Prävention ist es nicht Krankheiten zu heilen sondern gesunde Menschen gesund zu erhalten. Ein gesunder Mensch ist zudem kein Patient. Wozu also eine ärztliche Voruntersuchung, die die Krankenkassen aber auch die Versicherten nur unnötig Geld kostet?
Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse oder einem auf Präventionsreisen spezialisierten Anbieter. Nur ungefähr fünf Prozent aller gesetzlich Versicherten wissen, dass gesetzliche Krankenkassen Prävention fördern und entsprechende Angebote existieren.
Informationen über Präventionsreisen und -angebote unter: www.gesundheitreisen.de oder folgender Hotline: 089 990147-0.
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