Wärme heißt Leben
Infrarotwärme heißt, Wärme besonders zu erleben
Jede Pflanze, jedes Lebewesen braucht Wärme, Luft und Licht.
Im Frühjahr, wenn Sonnenwärme den vom Winter sonnenentwöhnten Körper wieder durchdringt, erwacht auch neue Energie in den Menschen. Wer sich solche Wärme zu jeder Jahreszeit unkompliziert nach Hause holen möchte, für den ist eine Infrarot-Kabine ideal.
Infrarot-Wärme ist ein Teil der natürlichen Strahlungswärme, die der Körper von der Sonne aufnimmt. Ziel des Infrarot-Bads ist eine Überwärmung des Körpers – ob danach lauwarm oder kalt geduscht wird, entscheidet jeder individuell.
Mit einer Saunakabine hat eine Infrarot-Wärmekabine nur das Aussehen gemeinsam. Infrarotbaden ist eher mit Sonnenbaden am Strand vergleichbar – allerdings ohne die Haut zu bräunen, denn UV-Strahlen werden dabei nicht verwendet.
heiss+kalt fragte Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt, Leiter des Fachbereichs Kurortmedizin im Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften der Universität München, nach dem Unterschied zwischen Saunabad und Infrarotanwendung. Dazu der Experte: „Eine Sauna bewirkt eine großflächige Rundum-Erwärmung, während es sich bei einer Infrarot-Kabine im Prinzip um lokale Bestrahlungen handelt. Durch viele Bestrahlungseinheiten nähert man sich der Rundum-Bestrahlung einer Sauna an.“
Infrarotkabinen eignen sich für jeden, der Wärme und neue Energie tanken will, besonders wenn er wenig Zeit hat. Die Wärme ist jederzeit schnell verfügbar, ein Vorheizen nicht erforderlich. Vor und nach dem Fitness-Training beispielsweise kann die Wärme unterstützend wirken, denn die Muskeln werden besser durchblutet und Verletzungen während des Sports können vermieden werden. Gezielt wirkt Infrarot-Wärme bei Verspannungen im Rücken oder bei Rheuma- und Gelenkschmerzen, angenehm, wenn man lange Zeit der Kälte ausgesetzt war und sich zu Hause erwärmen möchte.
Nicht nur ältere Menschen klagen über Schmerzen, wenn die kalte Jahreszeit naht oder flüchten in den Süden, weil es ihnen unter den dortigen klimatischen Bedingungen besser geht. Sie entdecken die Wärmekabine zunehmend als Quelle neuer Lebensenergie. Weitere Vorteile: Die Kabine kann problemlos in jeder Mietwohnung aufgestellt werden und verursacht nur geringe Energiekosten.
Und das Schwitzen?
Infrarotwärme erwärmt nicht nur direkt die Haut, sondern dringt auch in die darunter liegenden Gewebeschichten. Die Raumtemperatur hat eine untergeordnete Bedeutung und der Benutzer schwitzt während der Bestrahlung schon bei einer Temperatur von 45 bis 65°C. Neue Studien besagen, dass auch Durchblutung und Regeneration des Körpers aktiviert sowie Kreislauf und Abwehrkräfte auf milde Art gestärkt werden.
Wer eine solche Wärmeanwendung zu Hause nutzen möchte, sollte sich umfassend beraten lassen. Denn die für die jeweilige Person geeignete Größe der Kabine ist ebenso entscheidend wie die Belüftung in der Kabine oder die Bauweise und genaue Positionierung der Strahler. Der Kopf sollte nicht bestrahlt werden – einerseits, um Bestrahlung und Austrocknen der Augen zu vermeiden und andererseits, um den sprichwörtlichen „kühlen Kopf“ zu behalten. Ebenfalls wichtig ist, dass die Körperpartien, die besonders erwärmt werden sollen, direkt von den Strahlern bestrahlt werden können und man dann den Körperabstand je nach Empfinden regulieren kann.
Massage ist Kommunikation
Es ist eines der vielen menschlichen Wunder: hunderttausende von angehenden Masseuren bekommen eine Ausbildung, lernen Massagegriffe und -techniken. Und doch entwickelt jeder von ihnen seine eigene individuelle Art und Weise, zu massieren. Andererseits sind Ausbildung und Weiterbildungen im Bereich Wellness und Massage heute sehr verschieden und variieren zwischen mehrjährigen intensiven Vollzeit-Ausbildungen auf der einen und dreitägigen Weiterbildungen auf der anderen Seite.
Wie erkenne ich also einen guten Masseur, worauf soll ich achten? Martina Frenzel befragte Onni Khoei-Arsa vom ARTESIANwell in Köln. Die 32jährige Physiotherapeutin ist seit vier Jahren selbständig. Sie hat eine eigene Praxis und zahlreiche Fortbildungen wie Lymphdrainage und Thai-Massage absolviert.
„Zunächst ist gut, vor der Buchung zu fragen, welche Ausbildung der Masseur/die Masseurin hat. Wenn es sich nicht um die klassischen Massageformen handelt, sollte man sich genau erklären lassen, was die Methode beinhaltet. Schließlich sind die Ausbildungen sehr sehr unterschiedlich. Es gibt auch Kosmetikerinnen, die eine dreitägige Weiterbildung absolviert haben und lediglich warmes Öl auf der Haut verteilen können. Es handelt sich dann nicht um klassische, sondern um sogenannte Wohlfühlmassagen. Gerade Begriffe wie Ayurveda sind in Deutschland nicht geschützt und werden für alles und jedes benutzt.“
Und worauf achte ich bei Beginn der Behandlung?
„Zu Beginn sollte der Masseur unbedingt nach den Problemen und Schmerzen des Patienten fragen. Tut er dies nicht, ist es wichtig, von selbst davon zu sprechen: ohne Kommunikation ist eine gute Behandlung nicht möglich.“
h+k: Vor allem die Gäste von Wellnesshotels und Bucher von Packages sollten vorsichtig sein. Der Behandler rechnet nicht damit, den Klienten wiederzusehen. In einer privat bezahlten Massagepraxis dagegen wird der Masseur sich naturgemäß sehr bemühen, den Klient als Kunden zu behalten.“
Onni: Je besser ich den Patient kenne, desto eher kann ich erkennen, ob es sich um eine temporäre Verspannung, eine Nervenblockade oder um eine langfristige innerliche Anspannung handelt. Wenn die Klienten einen guten Masseur gefunden haben, sollten sie nicht zu viel wechseln:
derjenige der einen kennt, kann doch viel besser einordnen, was am jeweiligen Tag mit dem Klient los ist, ihn da abholen, wo es interessant wird.
Worauf kommt es in der Massage an?
Der Klient sollte unbedingt sagen, wenn die Schmerzen zu groß werden.
Es besteht sonst die Gefahr, dass Klient und Masseur gegeneinander arbeiten: manche Masseure wollen besonders heftig kneten und die Muskeln um jeden Preis weichmachen. Der Klient wiederum arbeitet möglicherweise unbewusst dagegen und kann sich nicht entspannen. Dann besteht die Gefahr des Muskelkaters am nächsten Tag, im schlimmsten Fall ist die Massage wirkungslos.
Heute versucht man verstärkt, nicht nur die Muskeln weichzukneten, sondern dynamisch in verschiedenem Tempo zu massieren und stark mit der Atmung zu arbeiten, damit der Klient loslassen kann.
Was ist Deine persönliche Philosophie?
Ich wachse mit den Menschen gemeinsam, viele meiner Kunden kenne ich sehr gut und teile neben ihren gesundheitlichen auch viele ihrer persönlichen Probleme. Ich werde ein Teil von ihrem Leben, das ist für mich wichtig, damit Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet werden können.
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