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Antworten auf die häufigsten Fragen zu Gesundheits-Aspekten des Saunabadens

 

Herz und Kreislauf

Regelmäßiges Saunieren wirkt trainierend und damit regulierend auf den Blutdruck, d. h. bei erhöhtem Blutdruck kann dieser langfristig gesenkt, bei niedrigem durch regelmäßiges Saunieren erhöht werden.

Durch die Wechsel von heißen und kalten Reizen wird ein Gefäßtraining erreicht, so dass der Körper Temperaturwechsel besser vertragen kann.

Bei niedrigem Blutdruck:
Vorsicht beim Aufwärmen – am Ende des Saunierens aufsetzen, nicht zu lange in der Kabine bleiben

Bei hohem Blutdruck:
Vorsicht beim Abkühlen – kein Tauchbad!

Für alle gilt: Die Dosierung sollte sich nach dem Wohlbefinden richten!



Planetarium im Kissalis, Bad Kissingen

 



Foto Hufeland-Therme

 

Der Grund dafür ist einfach: In der heißen Sauna stellen sich die Blutgefäße weit, bei der Abkühlung danach ziehen sie sich zusammen. In der Hitze wird der Blutdruck gesenkt, unter dem kalten Wasserstrahl dagegen steigt er heftig an. 

heiss+kalt fragt Prof. Kleinschmidt:

Kürzlich meinte ein Freund, er habe hohen Blutdruck und dürfe deshalb nicht Saunieren. Was würden Sie ihm antworten? 

„Da müsste man sagen: Junger Freund, die Sauna müsste Ihnen eigentlich gut tun, die senkt nämlich generell den Blutdruck. Allerdings, wenn Sie sich dann hinterher wieder abkühlen, dann müssen Sie vorsichtig sein und eine Abkühlung nach Kneippschen Vorschriften ganz vorsichtig anfangen – und bitte nicht statt dessen  sofort ins kalte Tauchbecken springen.“


 

Was raten Sie Gästen mit niedrigem Blutdruck? 

Prof. Conradi: „Bei niedrigem Blutdruck sollte man sich nicht zu lange in der Sauna aufhalten und hastiges Aufstehen vermeiden. Auch empfiehlt es sich, vor Verlassen der Schwitzkabine erstmal ruhig aufzusetzen. Das Blutdruckregelsystem hat ja eine Schwäche und ist anfällig gegenüber Überforderung. 

Beim Abkühlen braucht dieser Gast keine Bedenken in Bezug auf das Tauchbecken haben, aber er sollte sich auch nicht überfordern und auf jeden Fall Auskühlung vermeiden. Es kommt nicht  auf die Dauer der Abkühlung an, sondern auf den kalten Reiz. 

Wichtig ist – gerade bei niedrigem Blutdruck – zwischen den Saunagängen temperaturansteigende Fußbäder durchzuführen wie vom Deutschen Sauna-Bund empfohlen, um immer wieder eine Feinregulierung zu erzielen.“

Quelle: heiss+kalt, 01-2006