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Mit kühlem Kopf ins heiße Vergnügen

Antworten auf die häufigsten Fragen zu Gesundheits-Apsekten des Saunabadens
aus heiss+kalt - das Magazin für Wellness und Sauna

Das Magazin kann gegen Porto- und Versandkosten abonniert werden

(4 x jährlich, 10,00€ für vier Ausgaben)

Schreiben Sie an info@SaunaSauna.de

Die gute Nachricht zuerst: Saunieren ist gesund. 

Bei regelmäßigem Saunabaden kann man mit geringerer Anfälligkeit für Infekte rechnen. Diese Erkenntnis ist einerseits wissenschaftlich nachgewiesen, andererseits handelt es sich um ein über Jahrhunderte überliefertes Wissen. Viele Saunagäste wissen um die abhärtende Wirkung aus eigener Erfahrung: „Seit ich in die Sauna gehe“, hört man oft „bin ich viel seltener erkältet – ein kleiner Schnupfen, und das war’s.

Die korrekte Durchführung der beliebten Heiss-und-Kalt-Anwendung spielt natürlich eine große Rolle und kann vielfach (z. B. bei SaunaSauna.de im Internet, Stichwort: „Richtig saunieren“) nachgelesen werden. Trotzdem bleiben viele Fragen offen: Darf ich im Falle einer Erkältung, bei Diabetes oder hohem Blutdruck in die Sauna? heiss+kalt ging diesen Fragen auf den Grund und befragte Prof. Dr. med. Eberhard Conradi, Vorsitzender des Deutschen Sauna-Bunds, sowie Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt, Leiter des Fachbereichs Kurortmedizin im Institut für Gesundheits- und Rehabilitationswissenschaften der Universität München, zu den wichtigsten Themen.



Aufguss im Wonnemar Ingolstadt

 



Foto: Kissalis-Therme

 

Bei unklaren gesundheitlichen Problemen und erst recht bei ernsthaften Erkrankungen wird geraten, zunächst den Hausarzt zu konsultieren. Noch vor 30 bis 40 Jahren herrschten in der Ärzteschaft einige Vorurteile gegenüber der Sauna, was sich aber nicht zuletzt durch die langjährige Arbeit des Deutschen Sauna-Bundes gravierend geändert hat. Sollte man allerdings beim Arztbesuch den Eindruck gewinnen, dass dieser noch nie eine Sauna besucht hat oder auf keinerlei Erfahrung zurückgreifen kann, ist eine zusätzliche Internet-Recherche bis hin zur Nachfrage bei  Ärzten mit Spezialisierung auf Naturheilverfahren oder Medizinische Balneologie sinnvoll.

Bei Erkältung in die Sauna? 

Diese Gretchenfrage haben schon viele Saunagänger gestellt. Prof. Kleinschmidt rät: „So lange man – wie in der Anfangsphase einer Erkältung – noch das typische Frostgefühl empfindet, wirken heiße Bäder oder Saunagänge in der Regel noch abwehrverstärkend, also positiv auf die Gesundheit. Sobald man aber nicht mehr friert, sondern schon erhöhte Temperatur hat, belasten Wärmeanwendungen nur noch mehr und fördern eher die Vermehrung der Keime als die der „Immunpolizisten“. Darum rate ich dann vom Saunieren dringend ab.“ 

Zu Beginn der Erkältung

Bei ersten Anzeichen wie einem leichten Halskratzen oder Schnupfen muss individuell entschieden werden. Der geübte Saunagänger wird es meist bewusst  wagen, der ungeübte läuft Gefahr, dass dann die Erkältung erst richtig ausbricht.

Wer schon etwas angeschlagen ist, muss einerseits beim Abkühlen vorsichtig sein, sich aber andererseits vor dem Ankleiden unbedingt auf normale Körpertemperatur bringen. Das bekannte „Nachschwitzen“ (man geht mit noch erhöhter Körpertemperatur angekleidet nach draußen) ist dann besonders gefährlich.

Prof. Conradi: „Bei beginnender Erkältung, vor allem wenn der Körper fröstelt, kann die Sauna einfach nur zum Erwärmung genutzt werden, um die Abwehrkräfte zu aktivieren. In diesem Falle geht man nach dem Aufwärmen ins warme Bett und kühlt nicht ab, ähnlich wie auch ein heißes Bad genommen wird.“ 

Nach dem Abklingen der Erkältung:

Nach dem Abklingen von z. B. leichtem Husten kann vorsichtig wieder mit Saunagängen begonnen werden. Dabei ist ein Dampfbad oder feuchtwarmes Bad (z. B. sog. Bio-Bad oder Sanarium) für die Atemwege angenehmer als trockene Hitze. 

„Bei einfacher chronischer Bronchitis und Asthma bronchiale wurden ebenfalls gute Erfahrungen mit dem Saunabaden gemacht“, informiert Prof. Conradi In der Regel passt sich die Schleimhaut der Atemwege an die klimatischen Bedingungen der Sauna gut an. „Im Endeffekt erwärmen sich die Atemwege, was auf Schleimproduktion, Abwehrleistung und Verkrampfungen einen positiven Einfluss hat.“ Nach dem Bad spürten viele Patienten eine Erleichterung ihrer Atmung.

Kontra-Indikationen: Akuter Anfall von Asthma bronchiale, Grippe mit erhöhter Temperatur. 

Allergie und Heuschnupfen

Für Heuschnupfen-Patienten liegen nur einzelne Erfahrungen vor, ob sich die Sauna positiv auswirkt. Allerdings gibt es auch keine Gegenanzeigen. Hier gilt einfach: Ausprobieren! Es ist möglich, dass sich die Sauna durch ihre die Atemwege entspannende Wirkung positiv auswirkt.

 

Quelle: heiss+kalt, 01-2006

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
 
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