Sauna Suche

Sauna-Deutschland
Sauna-Österreich
Sauna-Schweiz
 
Rund ums Saunieren
Richtig saunieren
Mehr als Schwitzen
Frauen-Special
Ursprünge
Sauna-Typen
Anwendungen
Sauna-Archiv
   
Ratgeber
Saunabau
Infrarot
Massivholzsauna
Blockhaussauna
Saunaholz
Fass-Sauna
Gartensauna
Sauerstoffsauna
Saunasteuerungen
Aufgussmittel
Saunaofen
Saunasteine
Sauna-Einrichtung
Sauna-Renovierung
Dampfbad
Naturbadeteiche
Saunaliegen
Multifunktions-
Kabine
Saunazubehör
Consulting
Saunalicht
   
Marktplatz
Händlerverzeichnis
Sauna-Hersteller
Händlersuche
Sauna-Shop
Infrarot-Shop
Schwimmbad
Händler
Whirlpool-Shop
Weiterbildung
Betreiber-Shop
Hamam
   
Sauna Community
Der Sauna-Meister
Mitsaunzentrale
Gewinnspiele
Fachforum
   
Service
Sauna-Reisen
Sauna-Events
Buchtipps
Fachzeitschriften
Neueröffnungen
Newsletter
Wellness Reisen
   
Kunden-Login
Name:
Passwort:
Login | Sauna-Eintr.
 
 

 

Eine kleine Kulturgeschichte des stillen Örtchens

Vom einfachen Erdloch zum Dusch-WC

Von Franz X. A. Zipperer

Müssen müssen ist ein zutiefst menschliches und nicht wirklich aufschiebbares Bedürfnis. Ohne Ansehen von Stand und Person kann sich diesem Bedürfnis keiner entziehen, weder Arm noch Reich, Jung oder Alt, Gewinner oder Verlierer, Verliebte, Verlobte oder Verheiratete. Alle müssen. Und dafür gab es schon seit Jahrtausenden Örtchen. Mal still und mal weniger still. Mal ganz einfach, mal ungemein ausgeklügelt. Victor Hugo schreibt in Les Misérables, „die Geschichte der Menschheit spiegelt sich in der Geschichte der Kloaken wider.“ Was könnte spannender sein, als einen Blick in diese Geschichte zu werfen.

Das Örtchen der frühen Jahre

Quellen über das stille Örtchen finden sich überall dort, wo es festgelegte Regeln über die Verrichtung der Notdurft gab oder es architektonische Zeugnisse entsprechender Bauwerke gibt. Die gab es beispielsweise schon im Alten Testament, dort finden sich Verhaltensmaßregeln bezüglich der Handhabung eines einfachen Erdlochs. Damals wurde bereits peinlich genau darauf geachtet, dass dieses Loch abseits vom Lager lag und stets nach der Verrichtung gut bedeckt wurde. Und wer nun denkt, Wasserspülung sei der letzte Schrei der neueren Entwicklung, der liegt völlig falsch. Denn Beweise dafür finden sich bereits in der Induskultur in Pakistan und Indien, und diese Funde lassen sich immerhin auf Mitte des dritten Jahrtausends vor Christus datieren. Wie auch in anderen Hochkulturen zeigt sich in der Induskultur, dass im Umfeld einer Kultur der Reichtum an Wasser solche Entwicklungen natürlich beflügelte. Auch tauchten hier zum ersten Mal Sitztoiletten auf, im Gegensatz zu der damals weit verbreiteten Hockhaltung beim Verrichten der Notdurft.

Das Klöster- und Burgenleben des Mittelalters kultivierte die separaten, im wahrsten Sinne des Wortes stillen Örtchen in unterschiedlichster Ausprägung, zum Teil sogar mit Wasserspülung. Die Entwicklung bis in die Neuzeit hinein vollzog sich in Stadt und Land völlig unterschiedlich. So war die Verbreitung der Toilette mit Wasserspülung zunächst ein nahezu rein städtisches Phänomen. Aber selbst Mitte der 50er Jahre waren die Haushalte mit WCs in den eigenen vier Wänden noch in der Minderzahl. Erst danach nahm die WC-Kultur volle Fahrt auf. Die Abkürzung WC übrigens steht für den englischen Begriff „water closet“.

Ein auch heute noch ab und zu gebräuchliches Utensil der Toilettenkultur lässt sich zurückverfolgen bis in die Zeiten, in denen erstmals irdene oder hölzerne Gefäße hergestellt werden konnten. Die Rede ist vom so genannten Nachttopf, der in allerlei Ausprägungen die Jahrhunderte überdauerte, von schmucklosen Gefäßen bis hin zu edelsten und kostbar verzierten Behältnissen. Auch über die Kulturen und die Zeiten war die Unsitte verbreitet, die Töpfe einfach aus dem Fenster nach draußen zu entleeren. Wehe dem, der gerade des Weges kam.

Die Reinigung des Allerwertesten

Hat schon mal jemand über den heute unbekümmerten Gebrauch des Toilettenpapiers nachgedacht? Selbstverständlich war dies, was landläufig auch als „Arschwüsch“ bezeichnet wird, im Lauf der Zeit aus den unterschiedlichsten Materialien. Bei den Griechen waren es flache Steine oder auch Tonscherben. Die Römer griffen schon zu Schwämmen, die im Gebrauch sicherlich angenehmer waren. Vielfach waren es aber, vor allem in ländlich geprägten Kulturen, Materialien wie Stroh, dürres Gras oder Moos. Auch hier hatten die besseren Kreise andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Stofftüchlein. Und das Klosettpapier haben die Chinesen erfunden. Für die Kaiserfamilie wurde sogar schon 1393 parfümiertes Papier vorgehalten. Die westliche Welt musste allerdings verdammt lang warten, bis sie in den Genuss von extra produziertem Toilettenpapier kam. Man schrieb das Jahr 1857. Der Endpunkt dieser Entwicklung dürfte das feuchte WC-Papier sein.

Ein Hauch von Zukunft für das Örtchen

Über die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte entwickelte sich also eine fortschreitende Kultur des Stillen Örtchens. Doch was soll sich noch entwickeln, wenn so gut wie jeder im Haus seine Toilette mit Wasserspülung hat? Sind da nur noch Designvarianten denkbar? Schnell hilft auch hier ein Blick in die neuere Geschichte des stillen Örtchens, dass sich auch gegenwärtig bahnbrechende Entwicklungen vollziehen können. 1964 hat Geberit Pionierarbeit geleistet und einen Wandeinbauspülkasten auf den Markt gebracht, um die lauten antiquierten Druckspüler zu ersetzen. Das sollte die Zukunft sein, fragten sich viele. Ein Spülkasten hinter der Wand? Heute aber hat jeder zweite Haushalt einen Unterputzpülkasten. Welcher neue Stern zieht am Toilettenfirmament herauf, dem eine ähnliche Entwicklung beschert sein könnte? Dem Dusch-WC vielleicht? Immer häufiger beherrschen die Argumente von Sauberkeit und Frische die Hygienediskussion rund ums stille Örtchen. Und zwar beide gleichzeitig. Exakt unter diesen Aspekten wurde von Geberit das Dusch-WC entwickelt. Ein in den hinteren Bereich des oberen WC-Kranzes integrierter, ausfahrbarer Duscharm umspült und reinigt nach jedem Toilettengang den Intimbereich mit körperwarmem, klarem Wasser. Dies geschieht sanfter und gründlicher als mit jeder anderen Methode. Es geschieht darüber hinaus berührungslos. Je nach Modell folgt eine sanfte Warmlufttrocknung. Eine persönliche Einstellung aller Funktionsabläufe ist möglich. Als Zusatzkomfort gibt es beispielsweise die Massagedusche. Geberit bietet sowohl fest installierte Komplettanlagen als auch Aufsatzgeräte für die Umrüstung bestehender WCs an.

Bei all diesen Vorzügen kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch hier ein neues Bewusstsein für eine neue persönliche Hygiene manifestiert, und damit eine weitere Entwicklungsstufe der Kulturgeschichte des stillen Örtchens erklommen wird.

 

 

 

 

 

 
 
 
     
 
Partner: